Stemwede-Destel. Nicht nur das Programm klang bunt und abwechslungsreich. Schon der Veranstaltungsort der Nachtperformance bot einiges Unterhaltsames im Skulpturenwald der Tannenschmiede in Destel. Dort haben Britta Brinkmann und Udo Neikes auch verschiedene Figuren und Lichtobjekte ausgestellt.
Musikalisch eröffnet wurde der Abend mit der Trommelgruppe ,,Iwimo". Diese Gruppe entstand aus einem Workshop, der von Rainer Ern geleitet wurde. Die zwölf Mitglieder spielen seit acht Jahren größtenteils Lieder mit afrikanischen Hintergrund, aber auch selbst ausgedachte Stücke.
"Auch wenn wir viele Lieder aus Afrika nachspielen, ist die Interpretation doch immer wieder anders", betont Rainer Ern. Begleitet wurde "Iwimo" von der Tanzgruppe "Kadisha". Die seit 15 Jahren bestehende Gruppe überzeugte mit orientalischem Tanztheater.
Für besonders viel Aufsehen sorgte die 19-jährige Anna-Jorinde Pusche aus Berlin. Sie führte Übungen am Vertikalseil und am Luftring vor. Für diese Vorstellung hat die junge Artistin, die eigentlich Tänzerin ist, ein dreiviertel Jahr lang geübt.
Höhepunkt des Abends war der Auftritt der Gruppe "Lusciana Obscura". Die Besucher wurden von Cornelia Fuchs, die die Vorstellung auf dem Dudelsack begleitete, in eine scheinbar andere Welt entführt. Denn Britta Brinkmann und Philipp Aaron Fuchs boten ein Feuerspektakel. Besonders zu überzeugen wusste dabei der erst 14-jährige Philipp Aaron Fuchs, der bereits seit seinem vierten Lebensjahr jongliert.
Musikalisch unterhalten wurde das Publikum von der heimischen Band "Boogaloo", die mit Jazz und Soul die Menschen zum Tanzen brachte. Auch im Anschluss an die Performance konnten die Besucher tanzen.
Den rund 200 Gästen hat das Fest gut gefallen. "Es ist fantastisch hier. Uns gefällt die Atmosphäre hier im Wald und die Musik", sagen Nabik Rhiati und Helmut Zippel. Zum ersten Mal war die junge Familie von Iris Pelzer zu Gast. "Wir sind besonders von der multikulturellen Stimmung beeindruckt", betont sie.
Anja Uetrecht aus Espelkamp war bereits vor vier Jahren schon einmal zu Gast im Skulpturenwald: "Mir gefällt, dass es immer ein anderes Programm ist. Es werden wunderbare Szenen gezaubert und es gibt schöne Tanzeinlagen zu sehen".
Britta Brinkmann, die gemeinsam mit Udo Neikes die Tannenschmiede bewohnt und das Fest veranstaltet hat, betont, dass es besonders viel Spaß mache, wenn die Leute kommen, sich wohlfühlen und Zeit finden, miteinander zu reden und sich zu entspannen.