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Porta Westfalica (nw). Erneut ist im Kreis Minden-Lübbecke eine Schülerin beim Ausführen ihres Hundes von einem unangeleinten Hund gebissen und verletzt worden.
Die 16-Jährige hatte ihren Mops-Mischling zuvor vor dem Angriff des fremden Hundes schützen müssen. Der Vorfall ereignete sich am späten Sonntagabend auf der Matthias-Claudius-Straße in Porta Westfalica-Lerbeck.
Die Jugendliche war gegen 22.15 Uhr mit ihrem eineinhalb Jahre alten Hund Charlie und einer Freundin auf einem abendlichen Spaziergang. Nach ihrer Schilderung kam unweit ihres Hauses plötzlich aus der Dämmerung ein freilaufender, offenbar schwarzer Schäferhund-Mischling auf sie zu.
Mops wird mehrfach gebissen
Der attackierte sofort ihren angeleinten Charlie, der gegen den großen Hund keine Chance hatte und mehrfach gebissen wurde. Bei dem Versuch, die beiden Tiere voneinander zu trennen, biss der Mischlingshund auch die 16-Jährige ins Bein.Erst als der hinzukommende Besitzer des fremden Hundes sein Tier am Halsband erfasste, konnten die beiden Mädchen samt Charlie die Flucht ergreifen.
Zu Hause angekommen, brachten die Eltern ihr verletztes Kind ins Johannes-Wesling-Klinikum. Hier wurden die Wunden versorgt, und die Schülerin erhielt eine Beinschiene.
Fortbewegung nur mit Krücken
Derzeit kann sie sich nur mit Krücken fortbewegen. Charlies Verletzungen werden noch im Laufe des Montags von einem Tierarzt in Augenschein genommen - der Mops-Mischling ist derzeit stark verängstigt.Noch am Abend alarmierten die Eltern die Polizei und erstatteten Anzeige gegen den Hundebesitzer. Die Beamten ermitteln nun gegen den Mann wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung.
Bereits am Dienstag vergangener Woche ereignete sich in Lübbecke ein ähnlicher Fall. Hier wurde ein 10-jähriges Mädchen von zwei Hunden attackiert und verletzt. Ihr eigener Hund starb später an den Bissverletzungen der Tiere.





















Fakt ist, dass man von einem 10 jährigen Kind kein Verständnis erwarten kann, weshalb es einen Hund nicht schützen sollte - von einem 16 jährigen kann man das Verständnis aber erwarten. Es besteht auch eine Aufklärungspflicht der Eltern ihren Kindern gegenüber, wenn sie mit ihren Hunden Gassi gehen, wie sie sich zu verhalten haben.
Als Hundehalter habe ich die Pflicht, dafür Sorge zu tragen, dass sie nicht vom Grundstück ausbüchsen können - und wenn es grössere Rassen sind, muss ich eben den Zaun entsprechend hoch machen, dass sie nicht darüber springen können.
Allgemein gesagt: Niemals zwischen sich beissende Hunde gehen, die sind in dem Moment "blind" und beissen einfach zu, ein Hund unterscheidet da nicht.
Ich möchte nur jedem der selber einen Hund besitzt raten, seine Kinder darauf hin zu unterweisen - bei einer Beisserei - Leine los und nicht eingreifen.