Lübbecker Land (hel). Mit der Einschulung kommt viel Neues auf die I-Männchen zu. Unbekannte Gesichter, Räume und Regeln. Viel zu merken für die kleinen. Dabei sollten sie das Trinken aber nicht vergessen.
Zum Schulstart weisen Versicherungen darauf hin, wie wichtig das Trinken für die jungen Schüler sei. 100 Milliliter benötigten sie pro Stunde, das sei nicht vereinbar mit möglichen Trinkverboten während des Unterrichts. Sogar zu Kopfschmerzen und Schwindelgefühlen könne ein Verbot führen.
Angelika Brinkmann aus der Grundschule Tengern zum Beispiel erlaubt es ihren Schülern, während des Unterrichts zu trinken. Sie habe auch keine Erfahrungen mit Störungen gemacht. Ein schulinternes Trinkverbot gebe es nicht, jede Lehrkraft regle das individuell. Dieser Trend ist in vielen Schulen zu beobachten.
Sobald allerdings festgestellt werde, dass ein Kind nur an der Flasche nuckelt, um sich oder andere abzulenken, müsse das Getränk natürlich verschwinden, erklärt Simone Ullrich, Schulleiterin aus Schnathorst.
Dr. med. Wolfgang Adam, Kinderarzt in Rahden, sagt: "Es sollte bekannt sein, dass Trinken gesund ist. Es fördert die Durchblutung und steigert die Konzentrationsfähigkeit. Dass gelte für junge und alte Menschen gleichermaßen. Daher sollten die Kinder schon genügend Wasser von ihren Eltern mitbekommen. Die Zeit in den Pausen reiche aus zum Trinken.
Wichtiger als das Thema Trinkverbot sei ihm aber die Art der Getränke. So würden viele Kinder statt Wasser süße Säfte und Limonaden von ihren Eltern mitbekommen. Das sei weder für die Zähne noch für das Gewicht der Kinder von Vorteil.
Kinder mit Kopfschmerzen aufgrund eines Trinkverbots während des Unterrichts habe er allerdings noch nicht behandeln müssen.












