Mindestens 20 Anschlüsse sind seit dem Unwetter gestört / Deutsche Telekom vertröstet Betroffene
Lübbecke. Seit dem Unwetter in der vergangenen Woche müssen mindestens 20 Haushalte in der Heinrich-Vormbrock-Straße in Lübbecke ohne Telefon auskommen. Die Deutsche Telekom geht von einem Hauptkabelfehler aus. Während der Konzern um Geduld bittet, wird der Frust bei den Betroffenen immer größer.
"Ich kann nur noch mit dem Handy telefonieren. Die Kosten explodieren ", sagt Gisela Hartmann. Mehrmals habe sie schon bei der Service-Hotline der Telekom angerufen - ohne Erfolg. "Genau wie meine Nachbarn werde ich nur vertröstet. Die Störung müsste längst behoben sein", sagt sie. André Hofmann, Pressesprecher der Telekom, sagte gestern auf NW-Anfrage: "In den Unwetter-Regionen haben wir derzeit ein vierfach höheres Störaufkommen als üblich. Wir sind dabei, das Problem zu beheben." Für die Betroffenen nur ein schwacher Trost. Hartmann: "Gerade für die älteren Menschen ohne Handy ist das eine Katastrophe. Wenn ihnen etwas zustößt, können sie niemanden anrufen."
Auch Frank-Peter Dirschauer ist von der anhaltenden Störung genervt: Seine 83-jährige Mutter lebt in der Heinrich-Vormbrock-Straße. Sie ist seit Ende der vergangenen Woche ohne Telefon. "Ich rufe sie sonst täglich an, um zu hören, ob alles in Ordnung ist. Das funktioniert nicht mehr", sagt Dirschauer.
Wann die Telefonanschlüsse der Telekom-Kunden in der Heinrich-Vormbrock-Straße wieder funktionieren, kann Hofmann noch nicht sagen. " Wir arbeiten Tag und Nacht, um Herr der Situation zu werden", sagt er. Derzeit würden sich die Arbeiten auf die Regionen zentrieren, in denen in der vergangenen Woche unwetterbedingt Katastrophenalarm ausgelöst wurde, wie etwa Osnabrück. Hier seien auch Krankenhäuser, Polizei- und Feuerwachen von der Telefonstörung betroffen.
Hofmann zufolge werde derzeit geprüft, ob in der Heinrich-Vormbrock-Straße Leitungen ausgetauscht werden müssen.