Das Sportzentrum Nettelstedt, in dem mindestens eine Veranstaltung pro Woche stattfindet, ist im vergangenen Jahr unter anderem mit Zuschüssen aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung in großem Umfang saniert worden (die NW berichtete). Aus Kostengründen verzichtet worden war dabei auf eine Behindertentoilette sowie auf einen behindertengerechten Zugang zur Tribüne und zu den Veranstaltungsräumen im Obergeschoss.
Das soll sich ändern: Der Ausschuss beauftragte die Verwaltung mit der Detailplanung für ein Behinderten-WC im Erdgeschoss sowie für einen Aufzug, mit dem etwa Rollstuhlfahrer in die oberen Räume gelangen können. Eine erste Kostenschätzung geht von rund 130.000 Euro dafür aus, die in den städtischen Haushalt 2012 eingestellt werden sollen. Zudem begrüßte der Ausschuss das Angebot der Dorfgemeinschaft Nettelstedt, Eigenleistungen für rund 10.000 Euro zu erbringen, indem die Mitglieder an Erd- und Fundamentarbeiten mitwirken.
Einig waren sich Bauausschuss und Verwaltung zudem darin, die Kosten für die Bürger im Rahmen der in NRW vorgeschriebenen Dichtheitsprüfung privater Abwasserkanäle "so gering wie möglich" zu halten. Die derzeit ruhende Entwässererungssatzung der Stadt Lübbecke soll deshalb so geändert werden, dass eine neue Kostenverteilung entsteht: Sollte die Stadt das öffentliche Kanalnetz also ohnehin prüfen und gegebenenfalls erneuern müssen, würde sie an den betreffenden Stellen die Anschlüsse bis zur Grenze der privaten Grundstücke gleich mit prüfen und austauschen - auf ihre statt wie bisher festgelegt auf Kosten der Grundstückseigentümer.
"Die Satzung lässt das zu", sagte Ulrich Brune vom Bauamt. Als Beispiele, bei denen die Stadt schon so verfahren sei, nannte er die Niedertorstraße, die Wittekindstraße und die Lange Straße.
Darüber hinaus soll in Lübbecke eine optische Prüfung mit Kameras die Regel werden. Das ist Brune zufolge günstiger als andere Testverfahren.
















