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02.07.2011
PORTA WESTFALICA
Tönsmeier-Chefs: Anwohner und Kunden von Brandfolgen unberührt
Aktuelle Bilder vom Firmengelände nach dem Feuer

Letzte Löscharbeiten bei Tönsmeier | FOTO: Feuerwehr Porta/Michael Horst

Porta Westfalica (röß/dpa). Die Löscharbeiten beim Großbrand auf dem Gelände des Abfallentsorgers Tönsmeier in Porta Westfalica dauerten bis Samstag. Neben insgesamt 300 Feuerwehrleuten war auch die Bundeswehr im Einsatz mit zwei Hubschraubern im Einsatz von der Heeresflieger-Waffenschule in Bückeburg, einem Ausbildungszentrum für Piloten. Die Soldaten schütteten Wasser aus 5.000-Liter-Tanks über das Feuer, das sie in Fünf-Minuten-Intervallen aus Kieselteichen an der Wesern holten.

"Ein Feuer in der Größenordnung habe ich noch nicht erlebt", sagt Michael Horst, der seit 25 Jahren für Freiwiligen Feuerwehr Porta Westfalica arbeitet. 120 Mann seien aus Porta im Einsatz gewesen. "Den weitesten Anfahrtsweg hatten wohl die Kollegen aus Osnabrück", sagt Horst.

"Dass der Brand nicht auf die Sortierhalle übergreifen konnte,
ist der phantastischen Arbeit der Feuerwehr und der Rettungskräfte zu verdanken", lobte Tönsmeier-Sprecher Boris Ziegler in einer Mittellung des Unternehmens. Hunderte brennende Kunststoffballen hatten am Freitag für erhebliche Störungen im Bahn-Fernverkehr gesorgt, auch der Autoverkehr war eingeschränkt.

Sachverständige suchen Brandursache

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Mitarbeiter des Unternehmens Tönsmeier räumten den betroffenen Bereich mit zwei Radladern und Gabelstaplern. Die Kunststoffballen wurden auf dem hinteren Bereich des Hofes abgelöscht. Die Löscharbeiten waren gegen Samstagmittag abgeschlossen. Drei neue Löschgruppen wurden alarmiert um die Kräfte vor Ort abzulösen. Die neuen Feuerwehrmänner übernahmen den Abbau und die Brandwache vor Ort. Ein Auflodern neuer Nester blieb aber aus. Nach Angaben der Feuerwehr wurden bei dem Großeinsatz vier Feuerwehrleute leicht verletzt. In der Nacht waren alle Hauptverkehrsstrecken wie auch die Bahnstrecke wieder freigegeben, wie die Polizei in Minden mitteilte.

Die Ursache für den Großbrand im Lager eines Abfallentsorgers ist weiter unklar. Wie der Sprecher der Tönsmeier-Gruppe, Boris Ziegler, sagte, sollen nun Sachverständige nach der Brandursache forschen. Die Entsorgungsfirma Tönsmeier aus Porta Westfalica schätzt den durch den Brand entstandenen Schaden auf mehrere 100.000 Euro.

"Verbraucher und Kunden werden nichts spüren"

Über dem Lager stand den ganzen Tag eine riesige schwarze Rauchwolke. Messungen von Luft und Löschwasser hätten aber keine Schadstoffbelastungen ergeben. Clemens Pues, Vertriebsleiter der Tönsmeier-Gruppe, nahm in einer Mittelung des Unternehmens Stellung zu den Auswirkungen im Umfeld des Standortes. "Durch den Brand und die Rauchentwicklung bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Anrainer. Wir bedauern allerdings sehr, dass am gestrigen Tag vielen Menschen Unannehmlichkeiten entstanden sind."

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Gefährliche Stoffe, wie PVC, die fälschlicherweise in die gelben Säcke geworfen werden, seien laut dem Mindener Tageblatt durch die Sortieranlage schon herausgezogen worden. Auch das Wetter spielte demnach mit. Relative Windstille ließ den Rauch zunächst aufsteigen, der dann nicht auf das dicht besiedelte Minden zutrieb.

Einschränkungen hinsichtlich der Entsorgungsdienstleistungen schloss Pues kategorisch aus: "Wir werden vorübergehend einige Stoffströme umleiten, davon werden die Verbraucher und Kunden nichts spüren." Mit Spannung werden in Porta Westfalica jetzt die  Ergebnisse der Gutachter erwartet, die Auskunft über die Brandursache und  die Schadenshöhe geben sollen. Befürchtungen, dass durch das Unglück Arbeitsplätze gefährdet seien, dementiert Tönsmeier-Geschäftsführer Lars Helmer energisch.

Mehr zum Thema in nw-news.de

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Kommentare
Da steht eine schwarze bedrohlich Wolke am Himmel, Kunststoff ist verbrannt. Und die Meßwerte unter MAK (maximale Arbeitsplatz-Konzentration)? Wer will uns das weismachen? Doch es ist so. Die Lanuv- Experten, ausgerüstet mit feinster Technik, die Feuerwehrgeräte-Meßwagen von Minden bis Rinteln haben (schon aus Eigenschutz ihrer Kameraden) keinen Grund, objektive Meßwerte verniedlichlichend wiederzugeben.
PE und PET-Stoffe, der ordnungsgemäße Inhalt der Gelben Säcke löst sich in CO2 und Wasser auf, nach Sortierung vorhandene PVC-Bestandteile werden in der Luftmenge geringer. Frage ist allerdings, wo gemessen wurde (am Brandort bis Rinteln), nur dann lässt sich objektive Gefahr quantifizieren. Einfach an wahllosen Orten (Mc Donald in Lerbeck) die Messgeräte zehn Meter in die Luft zu halten, nützt wenig. Ich vertraue der Feuerwehr .
Aber: wir regen uns auf, haben heute unbestimmte Angst, und morgern werfen wir den zerbrochenen Campingstuhl, die Plastikschüssel (PVC-Schwefelasäure) in den gelben Sack.

So wie Experte schon schrieb: Wir sammeln jetzt die "gelben Säcke" zuhause und werden diese im kommenden Jahr einfach mit auf unser eigen Osterfeuer werfen - verbrennt doch absolut schadstofffrei... Wer das glaubt hat nicht alle Sinne beisammen.

Wie die Vorredner schrieben: "da sind ja keine Schadstoffe freigesetzt". Resp. die Anwohner waren nicht in Gefahr. Das mag vielleicht so sein. Mir allein fehlt der Glaube daran. Wenn meinKfz nen Tropfen Öl verliert bekomme ich die Hölle heißgemacht mit dem Verweis auf die Umwelt... Und dort ist keine Gefährdung gewesen?? Ich bin erschüttert über die Ignoranz der Verantwortlichen. "Nur soviel zugeben wie beweisbar ist"..... Lächerlich

Plastik verbrennt Schadstofffrei! Jau!

Wenn Plastikabfälle neudings doch schadstofffrei
verbrennen, kann man sie ja auch im heimischen
Kamin verbrennen und braucht sie nicht an
Tönsmeier zu verschenken.
Man wird wohl hier umdenken müssen...

Es braucht immer erst ein außergewöhnliches Ereigniss
damit die Wahrheit an Licht kommt !

Vielen Dank für den aufschlußreichen Artikel !



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