Rahden. Nicht jeder in diesem Land hat sein tägliches Auskommen. Besonders zu Weihnachten macht sich bemerkbar, dass mancher Lebensunterhalt nicht reicht, um den Gabentisch zu füllen. Aus diesem Grund bittet die Lübbecker Land Tafel auch in diesem Jahr wieder um liebevoll gepackte Pakete für die Tafel-Weihnachtsaktion.
Rahden beteiligt sich zum dritten Mal an der gemeinsamen Weihnachtsaktion der sechs Ausgabestellen der Lübbecker Land Tafel. Ein Beispielpäckchen haben die beiden Koordinatorinnen für Rahden, Bärbel Agua und Helga Berghorn-Detering, schon gepackt. Jetzt rufen sie auch im Namen der anderen Ausgabestellen im Lübbecker Land auf, es ihnen nachzutun.
Willkommen sind offene Päckchen mit haltbaren Köstlichkeiten für die Feiertage wie zum Beispiel Konserven, Süßigkeiten, Traubensaft, Kaffee, Honig oder Marmelade. Mit Päckchen gefüllt mit Spielzeug, Büchern oder Babynahrung lassen sich bedürftige Familien mit Kindern erfreuen.
Verschönert werden können die Pakete nach eigenen Vorstellungen, nur offen sollten sie sein. "Das ermöglicht uns, den Inhalt zu kontrollieren und eventuell aufzufüllen, um passende Weihnachtspakete für Zwei-, Vier- oder Sechs-Personen-Haushalte zu bekommen", erklärt Bärbel Agua.
Abgegeben werden können die Weihnachtskisten am Donnerstag, 15. Dezember von 15 bis 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Rahden. Die "Bescherung" für alle Kunden der Lübbecker Land Tafel findet dann am 17. Dezember in der Stadthalle in Lübbecke statt. "Der Tag wird von den Kunden herbeigesehnt", weiß Bärbel Agua. Konstant rund 60 Kunden betreut die Ausgabestelle in Rahden.
"Die Rahdener fühlen sich verantwortlich für die Kunden der Tafel", freut sich Bärbel Agua über die allgemein gute Spendenbereitschaft. Jetzt wünscht sie sich, dass die Bürger die Tafel-Kunden auch zu Weihnachten nicht im Stich lassen. "Insgesamt 600 Menschen sind zu beschenken", berichtet Helga Berghorn-Detering. In 2010 habe die Tafel aus eigenen Mitteln ganz schön aufstocken müssen, damit es für jeden ein Geschenk gegeben habe. Damit das in diesem Jahr nicht wieder in gleichem Umfang erforderlich wird, hoffen die beiden Frauen auf tatkräftige Unterstützung aus der Bevölkerung.