Lübbecke (fha). Das Grummeln in der Nordstadt über die Pläne des ehemaligen Betreibers der "Tenne" in Lübbecke, Teile des Bahnhofsgebäudes als Diskothek zu nutzen, ist unüberhörbar. Ob das Grummeln in eine Klage gegen das Projekt mündet, lässt sich derzeit noch nicht absehen. Einen ersten Schritt haben einige Anlieger bereits unternommen und den Lübbecker Rechtsanwalt Rüdiger Schulz beauftragt, zu prüfen, ob der positive Vorbescheid der Stadtverwaltung rechtens ist.
Für die Verwaltung geht es derzeit darum, festzustellen, "was in dieser Stadt noch geht und was nicht", so Stadt-Sprecher Peter Schmüser.
Was nicht geht, musste der Lübbecker Architekt Werner Fortriede erleben, der sich vergeblich bemüht hatte, an der Hardenbergstraße in der Nähe der Blase-Kreuzung, ein Tanzlokal plus Spielhalle anzusiedeln. Abgesehen von der ablehnenden Haltung gegenüber einer weiteren Spielhalle machte die Stadt auch Bedenken hinsichtlich des Lärmschutzes geltend.
Im Fall der geplanten Diskothek im Bahnhof gibt es Bedenken von Anwohnern in unmittelbarer Nähe wie auch von Bewohnern der Richard-Wagner-Straße jenseits der Gleise. "Ich gehe davon aus, dass gegen den Vorbescheid der Stadt Klage erhoben wird", sagte Rechtsanwalt Schulz am Donnerstag auf Anfrage. Das Vorhaben "beeinträchtigt Nachbarn", so Schulz, der bislang vier Anlieger berät, und der vermutet: "Die Nachbarn werden das nicht so einfach in Kauf nehmen." Die Klagefrist endet am 31. Januar.
Die Anwohner, die untereinander im Gespräch sind, haben vor allem eine Befürchtung: 33 Parkplätze am Bahnhof seien zu wenig, so dass dann auch auf Grünstreifen und in Nebenstraßen geparkt werde: Zuschlagende Autotüren und abfahrende Fahrzeuge zu nächtlicher Stunde - das wollen sie nicht.
Hinzu kommt, dass regelmäßig Fußgänger und Radfahrer aus der Nordstadt über die Gleise laufen, seit im Januar 2009 die über den Schienen verlaufende Fußgängerbrücke abgerissen und nicht ersetzt wurde. Denn so lassen sich die Bohlenstraße und die Innenstadt erreichen, ohne einen Umweg von mehreren hundert Metern machen zu müssen.
Auch eine weitere Äußerung von Rüdiger Schulz lässt darauf schließen, dass Investor Manfred Olek aus Pr. Oldendorf und die Verwaltung mit Widerstand rechnen müssen: "Neue Diskotheken werden heutzutage in Gewerbegebieten eröffnet."




















falls Sie schon einmal das EG des Lübbecker Bahnhofes von innen -und damit meine ich nicht die öffentlich und täglich zugänglichen Räume- gesehen haben, sollte Ihnen auch bewusst sein, dass hier die Rede von einer sehr kleinen Disco ist. Man hat beinahe das Gefühl, dass Sie meinen es würde eine Art Großdisco ähnlich dem "GO!Parc" (Herford) in Lübbecke eröffnet. Soetwas lassen die örtlichen Räumlichkeiten des Bahnhofes selbst mit Umbaumaßnahmen nicht zu. Die gesamt Grundfläche des Erdgeschosses bemessen sich auf ca. 420m². Nähme man die oberen Räume noch hinzu käme man auf eine Gesamtfläche von ca. 650m². Und dass davon nicht auszugehen ist und so eine Disco eher nur in den im Erdgeschoss befindlichen Räumlichkeiten umzusetzen ist, kann man also eher von einem Tanzlokal als von einer Disco sprechen. Ich würde daher empfehlen sich nicht großartig aufzuregen, die Sache auf sich zukommen zu lassen und -wenn die Disco dann eröffnet ist- mal feiern zu gehen. Danach können Sie sich freuen, dass auch für die Jugend etwas in Lübbecke getan wird. Falls Ihnen das an Gründen nicht ausreicht, kaufen Sie doch das Empfangsgebäude des Bahnhofes für 85000,00€ und eröffnen dort ihr eigenes privates Altersheim aber passen Sie auf, das sich die Anwohner nicht beschweren, falls Ihr Bingo-Abend zu laut ist.
Mit besten Grüßen Ihr Eisenbahner