Lübbecke (fha). Personaldiskussionen beherrschen derzeit die Arbeit der Oppositions-Fraktionen im Rat. Während die zum Ratsbündnis gehörende CDU einen ausgeglichenen Haushalt auf absehbare Zeit für "möglich" hält, die FDP für sich beansprucht, durch ihre Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung eine Nettoneuverschuldung der Stadt vermieden zu haben und die WL von einem Haushalt spricht, der sich sehen lassen könne, kritisieren SPD und Grüne dienstliche Entscheidungen des Bürgermeisters.
So bemängelt Grünen-Fraktionsvorsitzender Heinrich Stenau, die in der Bürgermeister-Runde besprochene Probezeit für die neuen Dezernatsleiter im Rathaus - Dirk Raddy und Ingo Ellerkamp - finde sich nicht adäquat im Stellenplan wieder.
Stenaus Fraktionskollege Burghard Grote ist mit der Informationsweitergabe aus der Verwaltung unzufrieden. Vom Ende der zweijährigen Probezeit des Wirtschaftsförderers Claus Buschmann und dessen Weiterbeschäftigung habe er "aus der Zeitung erfahren".
Bürgermeister Eckhard Wittes Umgang mit Grote, der zugleich dritter stellvertretender Bürgermeister ist, stand im Mittelpunkt der Kritik von SPD-Fraktions-Chef Arnold Oevermann. Im Zusammenhang mit dem verschwundenen Rollstuhl Grotes und dessen Fragen an den Bürgermeister, was er darüber wisse, hatte Witte Grote von sämtlichen Terminen entbunden. Obwohl die beiden sich zu einer Aussprache im Rathaus getroffen haben, erhält Grote zwar immer noch seine monatliche Aufwandsentschädigung, darf Witte aber in der Öffentlichkeit weiterhin nicht vertreten. "Selbst dem Bürgermeister nahestehende Ratsmitglieder wollten Burghard Grote als dritten Bürgermeister nicht abwählen", erinnerte Oevermann in der jüngsten Ratssitzung.
CDU-Fraktionsvorsitzender Kersten Bunke hingegen meint, aufgrund verschiedener Widrigkeiten von außen sei es dem Bürgermeister nicht anzulasten, dass er den Haushalt "mit der Ausweitung seiner Führungsmannschaft mit weiteren Kosten befrachte". Dies seien Aufwendungen, "die sich recht schnell amortisieren werden".


















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