Lübbecke. Junge Leute sind laut, verstreuen Müll, spucken aufs Pflaster, pöbeln rum – beschweren sich Anwohner, etwa am ZOB und an den Parkhäusern. Die Jugendlichen wiederum nerven Gemecker und mangelnde Toleranz. Mehr haben Jung und Alt in Lübbecke sich nicht zu sagen? Antworten verspricht die NW sich von einer öffentlichen Diskussion im Wittekind-Gymnasium.
Gut zwei Wochen ist es her, da zeigten rund 1.600 Klicks im Internet auf den Artikel "Wohin mit den Jugendlichen?", dass die NW Lübbecke mit dieser Frage offenbar einen Nerv in der Stadt getroffen hatte. Auch der folgende Leserbrief und zehn Online-Kommentare bestätigten: Das Thema Jung und Alt, was sie übereinander denken und was sie voneinander erwarten, beschäftigt die Generationen.
So schrieb beispielsweise ein Leser: "... Die Erwachsenen in dieser Stadt, vor allem die ältere Generation haben ein Problem: Sie können sich hervorragend über vermeintliche Missstände und in dem Fall über das Verhalten der Jugendlichen aufregen, doch auf diese Personen zugehen um zu sehen, wer hinter diesen Jugendlichen steckt, fällt schwer... ."
Der Aspekt "Respekt vor der tollen Lebensleistung der älteren Generation" tauchte in einem weiteren Kommentar auf. Und ein dritter schrieb: "Wir lassen uns unser Leben ... nicht von so ein paar hergelaufenen Jugendlichen kaputt machen." Beide Seiten haben sich sicher noch viel mehr zu sagen – auch Positives.
Mit der Diskussionsrunde "Ihr habt doch keine Ahnung – Jung und Alt in Lübbecke" möchte die NW auf gegenseitige Vorurteile, fehlenden Respekt und fehlendes Verständnis der jüngeren und der älteren Generation füreinander hinweisen.
Ziel der Diskussion ist, einerseits Unterschiede und Defizite im Miteinander klar zu benennen, andererseits aber auch, Gemeinsamkeiten herauszufinden und positive Perspektiven aufzuzeigen.
Als Gesprächspartner eingeladen sind Vertreter der Jugendlichen, der Senioren, der Stadtverwaltung und der Polizei. Natürlich sollen auch die Zuhörer Gelegenheit bekommen, sich an der öffentlichen Diskussion zu beteiligen, Fragen zu stellen und Stellungnahmen abzugeben.
Termin: Mittwoch, 29. Februar, 19.30 Uhr in der Musik-Aula des Wittekind-Gymnasiums Lübbecke, Ziegeleiweg 14. Der Eintritt ist frei.
Immer dieses Schreien: Jetzt und sofort! Das hat noch nie etwas gebracht und wird nie etwas bringen. Das Verhalten eines Menschen ändert sich mit der Zeit, diese Jugentlich werden auch älter werden, werden andere Ziele bekommen.
Irgendwann sind Sie die mit dem Zeigefinger winken und leugnen das Sie aufmüpfig waren, leugnen das Sie nicht auf Ihre eltern gehört haben. Das geht seit Dekaden so und wird so weitergehen.
Ein Dialog ist immer besser als zu befehlen, aber auch die Grenzen (meine Freiheit endet wo die Freiheit anderer durch mich eingeschränkt wird) müssen gezeigt werden.
Von daher begrüße ich so ein Forum, und ich denke danach wird sich zeigen ob es etwas gebracht hat.