Lübbecke/Hiddenhausen. Axel Grothe, der Leiter der Pestalozzischule, wechselt nach knapp zwei Jahren im Amt nach Hiddenhausen. Dort übernimmt er am 1. April die Leitung des Johannes-Falk-Hauses, einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung, 245 Schülern und 75 Lehrerin in der Trägerschaft des ev. Kirchenkreises Herford. Seinen sozialen Mittelpunkt wird der 44-Jährige in Lübbecke behalten, wo er mit seiner Frau Anke und drei Söhnen lebt. Er engagiert sich weiterhin im Vorstand des CVJM, seit der Neuwahl allerdings nicht mehr als 1., sondern als 2. Vorsitzender. Auch politisch bleibt er vor Ort aktiv als Schriftführer bei der Wählergemeinschaft Lübbecke (WL). Und er schlichtet weiter Streit als Schiedsmann am Amtsgericht Lübbecke.
"Ich gehe ohne Groll", sagt Axel Grothe. "Und damit gar nicht erst Gerüchte aufkommen: Die Pestalozzischule wird nicht geschlossen." Der Wechsel ins Johannes-Falk-Haus bedeutet für den Schulleiter einen beruflichen Aufstieg: "Das ist eine Beförderungsstelle und eine Möglichkeit der Weiterentwicklung für mich." Gerade in Zeiten der Inklusion sei eine größere Schule mit mehr Personal, mehr Kindern und anderen Fördermöglichkeiten eine Herausforderung. Für den Schulwechsel scheidet Axel Grothe aus dem staatlichen Schuldienst aus. "Die Einstellung in einer kirchlichen Einrichtung passe zu meiner Biografie", sagt er.
Vermissen werde er das intensive Miteinander an der Pestalozzischule, sagt er. Zu seinen Schwerpunkten zählt er den internationalen Austausch, die Erlebnispädagogik und das Ziel, Probleme der Schüler auch im familiären Umfeld zu lösen. Auch das Projekt "Stadtschule" sowie die gute Kooperation mit den anderen Lübbecker Schulleitern, dem Schulträger und dem Kollegium werde er vermissen. "Im Kirchenkreis Herford muss ich mir erst ein Netzwerk aufbauen. In Lübbecke hatte ich es."
Jetzt muss die Schulaufsicht die Stelle des Sonderschulrektors der Pestalozzischule (143 Schüler, 21 Lehrer, Förderschwerpunkt Lernen) neu ausschreiben. Grothe hatte sein Amt erst im Mai 2010 von Michael Heise übernommen.