Wirtschaftsförderer stellt neue Wegweiser für Industriegebiete nach Espelkamper Vorbild vor
Lübbecke. Die Hinweise für Ortsfremde, wie sie zu den Betrieben gelangen und die Beschilderung in den Lübbecker Industriegebieten gelten als "individuell, unvollständig und teilweise illegal". Nach anderthalb Jahren Vorarbeit soll der Schilder-Dschungel sich jetzt lichten.
Das Interesse der Gäste an den neuen Schildern für die heimische Industrie war groß. Manch einer zückte am Montagabend gleich seine Kamera und machte ein Foto, um die von der Stadt Lübbecke auf den Weg gebrachte neue Beschilderung für Firmen zu verewigen.
Wirtschaftsförderer Claus Buschmann stellte den rund 80 Gästen im Autohaus Sieg zu Beginn des jüngsten Treffens des Wirtschaftskreises Lübbecke kurz die neue Beschilderung vor: An 19 Standorten im Stadtgebiet werden ab Ende März die Hinweise zu finden sein ( Info). Sie sollen Ortsfremde auf direktem Weg zum gewünschten Ziel führen.
Rund 80 Firmen in den Lübbecker Industriegebieten haben sich an der Aktion beteiligt. Die Stadt Lübbecke hat dabei die Kosten von rund 50.000 Euro für die Tiefbauarbeiten, die Ständer und die dekorativen Kopfschilder übernommen, die das jeweilige Industriegebiet benennen. Die Firmen selbst haben ihren individuellen Wegweiser selbst bezahlt.
Das Konzept hat Claus Buschmann vom Städtenachbarn Espelkamp übernommen. Dort gibt es eine solch einheitliche Beschilderung der Wirtschaft schon länger ( Info). "Wir wollen damit ein einheitliches Bild in der Region schaffen", betonte Buschmann. "Und wir hoffen darauf, dass weitere Städte sich beteiligen." Das, so hofft er, würde die Außenwirkung der ganzen Region stärken. Mit den Bauamtsleitern von Hüllhorst und Rahden, Susanne Lindemann und Dieter Drunagel, habe er schon gesprochen - bislang allerdings ohne konkretes Ergebnis.
Beschlossen worden war das neue Beschilderungs-Konzept vor etwa eineinhalb Jahren vom Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung. Das Urteil des Wirtschaftsförderers zur bisherige Schilder-Situation, dem sich der gesamte Ausschuss unter Vorsitz von Herbert Jansen (CDU) angeschlossen hatte, war verheerend ausgefallen: Die Wegweisungen in den Lübbecker Industriegebieten seien "individuell, teilweise illegal und unvollständig", die Außenwirkung laut Buschmann als "uneinheitlich" und "wenig attraktiv". Gestern sagte Buschmann, die alten Schilder seien bisher nur geduldet worden: "Wer sie aufgestellt hat, muss sie jetzt auch wieder wegnehmen."
Die Platzierung
Die Reihenfolge, in der die Firmen von oben nach unten an den Ständern aufgeführt werden, will die Stadt festlegen. Sie richtet sich nach der Lage der Betriebe in der jeweiligen Straße.
Institutionen mit hoheitlichen Aufgaben wie Zollamt und Technisches Hilfswerk (THW) kommen Wirtschaftsförderer Claus Buschmann zufolge "ganz nach oben".
Probleme gibt es noch im Bereich Rahdener Straße / Industriestraße. Dort verweigern Privateigentümer bislang, dass die Hinweisschilder auf ihrem Grundstück aufgestellt werden.(fha)
Bitte aber schnell sonst habt Ihr Lübbecke Totgewirtschaftet! Siehe Langestr. Busbahnhof etc.