Egal ob Mathematik, Sachkunde, Kunst oder Englisch - mit der
Neuen Westfälischen kann man in jedem Unterrichtsfach etwas anfangen. Das hat die Klasse 3b der Concordiaschule während des Klasse! Kinder-Projektes in den vergangenen Wochen eindrucksvoll unter Beweis gestellt.
Ein Beispiel ist das Experiment von Mikail und Mertkan. Die beiden wollten herausfinden, wie lange sich Papier über Wasser halten kann. Dafür haben sie eine Zeitungsseite zusammengeknüllt, eine andere ganz flach gefaltet und beide ins Wasser gelegt. Das Ergebnis: Die zusammengeknüllte Seite ist nach etwa acht Minuten untergegangen, die andere erst nach über 20 Minuten. Und die beiden Jungs wissen auch, warum das so ist. "Die zusammengeknüllte Seite hat ja viele Lücken, in denen Luft ist und da kommt auch Wasser ganz leicht rein. Deshalb weicht sie schneller durch", erklärt der achtjährige Mikail der Gruppe.
Nathalie, Anne und Judith wollten lieber etwas anderes untersuchen. Die drei haben die Texte in der Neuen Westfälischen ganz genau unter die Lupe genommen und alle englischen Wörter rausgesucht, die sie finden konnten. "Und dann haben wir mit dem Computer nachgeguckt, was die Wörter bedeuten", sagt die neunjährige Judith.
Ihre Ergebnisse haben die Mädels anschließend auf ein Plakat geschrieben und im Flur der Concordiaschule aufgehängt - direkt neben die Arbeiten ihrer Klassenkameraden. Die haben zum Beispiel eine Anleitung geschrieben, mit der man einen Hut aus einer Zeitungsseite falten kann. Andere haben Bilder ausgeschnitten und sich Geschichten dazu ausgedacht. Und wieder andere wollten sich lieber die Werbebeilagen vornehmen, um die Angebote der Woche mit den regulären Preisen zu vergleichen oder haben ausgerechnet, wie groß ein Zeitungsfoto im Durchschnitt ist.
Einen ganzen Monat lang bekamen die Kinder die
Neue Westfälische jeden Tag kostenlos in die Schule geliefert, um darin zu lesen und damit zu arbeiten. "Mir war es wichtig, dass sie die Zeitung ihren persönlichen Interessen entsprechend verwenden durften", erzählt die Klassenlehrerin Sandra Cyran. "So lernen die Schülerinnen und Schüler das Medium auf spielerische Weise kennen und lesen hoffentlich auch dann noch weiter, wenn das Projekt wieder vorbei ist."
Nur eins von vielen Projekten | FOTO: SABRINA DÜSENBERG