Paderborn. Schon im Jahr 2006 erteilte die Stadt Paderborn die Baugenehmigung – dann passierte erstmal lange nichts. Doch nun soll es um so schneller gehen: Im Eiltempo in Richtung Richtfest noch im August. In Paderborn-Mönkeloh entsteht auf einer Fläche von rund neun Hektar das neue Logistik-Zentrum des Discount-Händlers Lidl.
Gestern luden Bauherren und Stadt Paderborn zum offiziellen Ersten Spatenstich. Dabei wird schon seit gut 14 Tagen auf der Hochfläche vor den Toren der Stadt gebaggert und gebuddelt (wir berichteten), damit nun die Paderborner Firma Bremer mit dem eigentlichen Bau der 33.200 Quadratmeter großen Lagerfläche beginnen kann. Sie bekam von Lidl nicht nur den Zuschlag für das Paderborner Logistik-Zentrum, sondern auch für einen gleichen Bautyp in der Nähe von Berlin, der von den Paderborner zeitgleich hochgezogen wird.
Bis 1. Februar nächsten Jahres soll das neue Lager und Verteilzentrum fertig sein. Heinz Spies, Geschäftsführer der Regionalgesellschaft Lidl Paderborn: "Wir werden zum Start von hier aus 65 bis 70 Filialen zwischen Bielefeld, Gütersloh, Lippstadt und Büren beliefern."
Auch in einer Zeit wie der aktuellen Wirtschaftskrise sei die 26-Millionen-Euro-Investition in Paderborn keine gewagte oder besonders mutige Entscheidung, sondern für Lidl lediglich konsequent, betonte der Chef der Regionalgesellschaft. Das Wachstum des Discounters mache ein zusätzliches Logistik-Zentrum für die Region Ostwestfalen nötig. Die hiesigen derzeit 41 Filialen würden momentan von Nordhessen bzw. Westerkappeln aus versorgt. Man schaffe somit die Möglichkeiten, um die Zahl der Filialen in der Region zu vergrößern.
Auch Paderborns Bürgermeister Heinz Paus zeigte gestern sichtbare Freude, vor allem über die 150 neuen Arbeitsplätze in Paderborn. Davon entfallen 120 auf Arbeiten in der Logistik, 30 in der Verwaltung. Paus: "Schön ist auch, dass der Bauauftrag dafür in Paderborn geblieben ist."
Von den insgesamt neun Hektar Fläche werden rund sieben Hektar überbaut. Zu dem Lager mit insgesamt 33.200 Quadratmetern gehören 1.400 Quadratmeter mit Tiefkühlung (minus 24 Grad) und 4.400 Quadratmeter mit Normalkühlung (0 bis 2 Grad). Die Kälteanlage wird nach Angaben von Lidl auschließlich mit den natürlichen Kältemitteln Kohlendioxid und Ammoniak betrieben. Die Abwärme beheizt per Wärmepumpe Lager und Verwaltung. Moderne Gebäudetechnik und Dämmung sollen wiederum Energie und Kohlendioxid im Vergleich zu anderen Logistikimmobilien sparen.