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09.09.2009
PADERBORN
Uni Paderborn wirbt um Erstsemester mit kostenlosen Mini-Laptops
VON MARIUS GIESSMANN

Anleitung online inklusive | FOTO: MARIUS GIESSMANN

Paderborn. Wie wäre es, wenn alle Erstsemester ihr Studium bequem selbst organisieren, natürlich online? Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, stattet die Uni Paderborn im Selbstversuch zum kommenden Wintersemester alle Studienanfänger mit Mini-Laptops aus. Kostenlos. Die rund eine Million Euro teuren Aktion ist jedoch umstritten.

"Gerade, wenn wir besonders gute junge Leute für uns gewinnen wollen, müssen wir auch in die technische Infrastruktur investieren", begründet Uni-Präsident Professor Nikolaus Risch den bereits im Frühjahr angekündigten Schritt - den die Universitätsführung bis auf weiteres nur ein einziges Mal macht.

"Wir müssen sehen, ob sich diese Investition im Zusammenspiel mit Paul und Koala bewährt", sagt Uni-Kanzler Jürgen Plato. Die Organisations- und E-Learning-Plattformen mit den lustigen Namen sind dank der Mini-Computer und dem schnurlosen Uni-Netzwerk rund um die Uhr auf dem Campus verfügbar. Plato: "Wenn das gut läuft, sind wir bereit und willig, das Projekt auch für die künftigen Erstsemester anzubieten."

Ob die Universität dazu auch finanziell fähig ist, verrät Plato nicht. Die aktuelle Einmal-Investition von rund 3.000 Geräten wird durch unterschiedlichste Geldspenden finanziert: Die Paderborner Volksbank und Sparkasse beteiligen sich, aber auch von Professoren erwirtschaftete Drittmittel sowie Spenden der Präsidiumsmitglieder fließen in das Budget der Maßnahme.

Universität bleibt drei Jahre lang Eigentümer

"Das Geld stammt nicht - wie von vielen befürchtet - aus dem Hochschulhaushalt oder den Studiengebühren", wird Plato nicht müde zu erklären. Außerdem handele es sich bei den Geräten nicht um ein Geschenk. "So etwas dürften wir als öffentliche Einrichtung gar nicht", sagt Risch. Stattdessen bleibt die Universität drei Jahre lang Eigentümer. "Danach sind Dinger abgeschrieben und die Studierenden können sie behalten", sagt Plato.

Wirklichen Mehrwert soll der Mini-Computer jedoch schon vom ersten Tag an bescheren. Bei Software-Problemen helfen hauseigene IT-Profis, für Hardware-Probleme gibt es eine dreijährige Garantie samt weltweitem Austauschservice. Auf Wunsch kommt ein Techniker des Herstellers sogar nach Hause, wie Thomas Schwalk vom Informationstechnischen Dienst der Uni erklärt. "Innerhalb eines Werktages hat der Studierende ein neues Gerät."

Die Paderborner Offensive ist bislang einzigartig in Nordrhein-Westfalen. Die neue Hochschule Rhein-Waal in Kleve und Kamp-Lintfort plant zwar eine ähnliche Aktion, dort soll es neben dem Laptop noch ein Fahrrad für die Erstsemester geben - aber nur als Leihgabe. "Paderborn sticht im Moment noch aus der Masse heraus," sagte ein Sprecher des Hochschul-Informations-Systems in Hannover.


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Kommentare
Ich studiere jetzt seit 3 Semester an der Uni ÜPaderborn und ich kann es immer noch nicht glauben was da vor meinen Augen passiert. Die Erstis haben zwar ein tolle Laptop, aber dafür werden sie aus Vorlesungen geschmissen weil sie überfullt sind, und werden deshalb vielleicht später ein Semester mehr machen müssen. Und für uns, die schon länger Studieren? Der Uni platzte eh schon aus seine Nähten und dann versucht er noch mehr Studierenden zu bekommen durch Laptops? Denkt erst mal an die die ihr schon habt, bevor danach zu sehen was ihr noch nicht habt, so wie ich dass sehe fängt es an alle Studierenden zu reichen, mann kann ja so nicht weitermachen!!! Und dann DAFÜR auch noch Studiengebühren verlangen?! UNMÖGLICH!!!!

Die Uni-leitung beteuert ja, dass die Netbooks nicht aus Mitteln des Semesterbeitrages finanziert werden, sondern das Sponsoren die Mini-Rechner bezahlen. So weit, so gut. Dies muss der gemeine Stundent nun erstmal glauben und hoffen, dass der ASTA seine Arbeit gut macht und den Verbleib der Studiengebühren genau recherchiert. Dennoch erinnern mich die Aussagen der Unileitung stark an eine Milchmädchenrechnung. Schließlich hätten die (bisher ungenannten Sponsoren) ihr Geld vielleicht auch für nützlichere Dinge spenden können. Vielleicht Lernräume schaffen, vor allem in der Prüfungszeit. Nein, dann werden Räume abgeschlossen und die Bibo ist total überfüllt. Oder in der Prüfungsphase werden sonntags die Aufzüge abgestellt, um Strom zu sparen, so dass Lerngruppen bis in den siebten Stoch hochlaufen müssen. Hier passen einige Aktionen nicht zusammen. Vielleicht sollte zunächst einmal in die Basics investiert werden, bevor - natürlich sehr werbeträöchtig - Unsummen für Netbooks ausgegebn werden.

Das Ganze ist eine dämliche Aktion um den Studenten einen Teil der Studiengebühren zurück zu geben. Ich muss mich meinen Vorrednern anschließen, diejenigen die schon seit Jahren Gebühren zahlen bringt das nichts und warum werden hier Notebooks an Leute verschenkt die schon eins besitzen. Und richtig arbeiten kann man mit einem Netbook auch nicht wirklich! Des weiteren wurden die Gebühren eingeführt um die Studienbedingungen zu verbessern. Was bringt mir bitte so ein tolles Netbook, wenn ich nicht zur Vorlesung kann, weil der Höhrsaal überfüllt ist???

Ich find diese Aktion Klasse. Muss man ja mal sagen. Immer dieses Gejammere. Immer wenn es etwas neues gibt, wird irgentwo angefangen. Diesesmal ist es positive für die Erstsemmester. Ist doch auch schön. Wenn es etwas negatives gewesen wäre, nur für die neuen, würden jetzt alle schön "den Ball flachhalten". Zu meiner Zeit an dieser Uni, und das ist inzwischen 15 Jahre her, hätte ich von so etwas nur geträumt. Und die Vorlesungen waren auch schon überfüllt. Und für die Diplomarbeit wurden Wochen für Literatursuche in verschiedensten Bibliotheken verbracht. Das macht die heutige Studentengeneration am Laptop Zuhause bei Muttern in 10% der Zeit. Die Zeiten ändern sich. Also, positive denken. Im Arbeitsleben nach dem Studium wird es nicht anders. Life is hard and not always fair. So ist das halt.

Tja, war zu erwarten, dass mal so was kommt. Wir sind ja eine Informationstecnologische Uni. Eigentlich hat jeder Ersti ein Laptop zuhause. manche sogar 2. Ich hoffe die Erstis werden an ihre Laptops denken, wenn sie in unbewuemen G saal sitzen, zB.



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