Studierendenvertreter fühlen sich vom Uni-Präsidenten nicht ernstgenommen / Vollversammlung beschließt Forderungskatalog
Paderborn. Auch eine Woche nach der turbulenten öffentlichen Pressekonferenz ist von organisiertem Protest an der Universität nur wenig zu spüren. Etwa 100 Besucher folgten gestern dem Aufruf der Asta zur Vollversammlung in den größten Hörsaal der Universität.
Dort machte der Asta-Vorsitzende Sebastian Rose erst einmal seinem Unmut Luft. "Wir empfinden die öffentliche Pressekonferenz als Farce", sagte er. Alle Antworten auf die Fragen der Studierenden seien nur vage beantwortet worden. Rose: "Risch spielt jetzt auf Zeit. Wir müssen mit Konsequenzen drohen."
Daraufhin einigten sich die wenigen Anwesenden auf ein Forderungskatalog an das Präsidium.
Noch gestern Mittag stellte sich der Widerstand gegen die aktuelle Hochschulpolitik gewaltiger dar. Das Ergebnis der einwöchigen Unterschriftenaktion an der Universität war eindeutig: Mit 4.000 Stimmen erklärte sich etwa jeder vierte Studierende mit den aktuellen Studienbedingungen unzufrieden. Aufgrund dieser Stimmgewalt bekam der Zusammenschluss der acht beteiligten Fachschaften für Anfang kommender Woche einen Gesprächstermin mit dem Präsidium.
Eine Woche später, am 16. November ist für 20 Uhr wieder eine öffentliche Diskussionsrunde mit Präsident Nikolaus Risch angesetzt.