Paderborn (JS). Dominick Kumbela ist ein spielstarker Stürmer, der bis zum Sommer vergangenen Jahres für den SC Paderborn so manches Mal den Ball im gegnerischen Netz versenkte - mit Temperament und Durchsetzungswillen. Eigenschaften, die der 25-Jährige aber anscheinend außerhalb der Fußballstadien nicht ablegen kann und die ihn jetzt zum zweiten Mal vor den Strafrichter führen.
Kumbela, der mittlerweile für die Eintracht Braunschweig kickt, hat sich nach Ansicht der Staatsanwaltschaft der Körperverletzung schuldig gemacht. In der Nacht zum 1. November stieg im Schloß Neuhäuser Bürgerhaus eine so genannte Emmanuelle-Party, die vor allem junge kreative Leute anlocken sollte. Mittendrin auch Dominick Kumbela, der aus dem fernen Braunschweig die Reise in die ehemalige bischöfliche Residenz angetreten hatte.
Doch im Verlauf der Nacht ging es anscheinend mit der Laune des Fußballers bergab. Gegen 4.30 Uhr fühlte sich Kumbela nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft von den Blicken eines 26-jährigen Paderborners, der gleichfalls am Tresen stand, belästigt, oder genauer böse angeschaut. Als die beiden daraufhin vor die Tür traten, ging dem Profisportler dann wohl endgültig der Hut hoch. Laut Anklage versetzte er seinem Kontrahenten Faustschläge ins Gesicht und trat sogar noch auf den 26-Jährigen ein, als dieser schon längst am Boden lag.
Sollten sich diese Vorwürfe bewahrheiten, so wäre es bereits das zweite Mal, dass Dominick Kumbela wegen Tätlichkeiten eine Sanktion Justitias hinnehmen muss. Im Februar 2009 erst verurteilte ihn das Amtsgericht in Erfurt zu einer 14-monatigen Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Euro, weil der Fußballer in einer Disko seine damals schwangere Freundin geschlagen und getreten sowie einen Türsteher mit einem Fausthieb die Augenhöhle gebrochen hatte.
Ob Kumbela, der somit im November 2009 noch unter Bewährung stand, nach diesem zweiten Vorfall an der Pader einen gnädigen Richter findet, der ihm nicht die Rote Karte zeigt, bleibt abzuwarten.