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09.07.2010
GÜTERSLOH/PADERBORN
Waffenarsenal im Kleiderschrank
Polizei gelingt Schlag gegen Waffenhändler in Paderborn und Gütersloh

Waffenarsenal im Kleiderschrank | FOTO: POLIZEI

Gütersloh/Paderborn/Soest (mira).  Ein Waffenarsenal im Kleiderschrank entdeckte die Polizei in der Wohnung eines Verdächtigen aus Soest, der laut den Ermittlern zusammen mit vier anderen Männern aus Soest, Gütersloh und Paderborn "einen schwunghaften Handel mit scharfen Schusswaffen und Munition" betrieben haben soll.

Der 40-Jährige hatte nach Polizeiangaben in den letzten fünf Jahren 56 Gewehre, darunter sechs "Pumpguns", drei Sturmgewehre russischer Bauart, fünf Revolver und zwölf Pistolen gesammelt. Außerdem fanden die Beamten mindestens 200 Kilogramm Munition unterschiedlichen Kalibers, zusammen mehr als 8.600 Schuss.

In seiner Vernehmung gab der bisher unbescholtene Verdächtige zu, mehr als 20.000 Euro für die Waffen bezahlt zu haben. Über einen Waffenschein verfügt er nicht. Immerhin machte er bei der Kriminalpolizei konkrete Angaben über die Herkunft der Waffen. In diesem Zusammenhang soll ein 50-Jähriger aus Gütersloh eine wichtige Rolle gespielt haben.

Durchsuchungen der Kripo

Die Kriminalpolizei Gütersloh war ihm schon seit Mitte April wegen Waffenhandels auf der Spur, und ermittelte dadurch den 40-Jährigen und einen 41-Jährigen aus Soest und zwei 44-Jährige aus Paderborn.

Auf Antrag der Staatsanwalt  Bielefeld durchsuchte in der vergangenen Woche die Kripo Orte in Gütersloh, Lippstadt, Paderborn und Soest. Während sie an einigen Stellen nur kleine Mengen Munition entdeckten, fanden sie im Schlafzimmer des 40-Jährigen die große Waffensammlung.

Die Ermittlungen dauern an. Das Landeskriminalamt Düsseldorf wird die Waffen kriminaltechnisch begutachten. Da die Männer geständig waren, wurden sie in Absprache mit der Staatsanwaltschaft freigelassen.


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Kommentare
@ Tobi
na denn bin ich ja beruhigt ,ich kann jeden der etwas gegen waffenbesitzer nur zum schießen einladen,damit diese menschen sich die sicherheitsvorschriften selber ansehen können.

lg markus

@Markus
Mir geht es ja nicht um die legalen Waffen! Es ist klar, dass es Jäger geben muss. Es ist klar, dass ein kleiner Personenkreis Schusswaffen zum Selbstschutz führen muss (z.B. Wachleute). Es ist klar, dass man als Sporrtschütze einen Sport ausübtt - und dafür einen Waffenbesitzkarte erwerben kann. Alle legalen Gründe für den Besitz einer Schusswaffe akzeptiere ich - so lange dies nicht wie in den USA ausartet!

Es geht hier aber nicht um legalen Waffenbesitz und auch nicht um Opas Mauser, Luger oder Walther aus dem letzten Weltkrieg, die in irgendeiner Schublade in Vergessenheit geraten ist!

Es geht hier um das Erwerben und Sammeln von Kriegswaffen und Waffen, die dazu geeignet sind taktisch geplante Straftaten zu begehen!
Darin besteht in diesem Fall der große Unterschied - das macht diesen Fall für mich zu einem bedenklichen Fall.
Sie als Sportschütze können sicher erkennen, dass die abgebildeten Waffen wohl eher keine "Sportwaffen" sind. Sie können auch erkennen, dass nicht wenige der abgebildeten Waffen auch nicht zur Jagd taugen!
Die Motivation solche Waffen zu besitzen ist und bleibt für mich im Zusammenhang mit der hohen Menge an Munition, daher sehr fragwürdig.
So fragwürdig, dass m.E. ein Haftgrund hätte aufrecht erhalten werden sollen!

Im besten Fall handelt es sich bei den Beschuldigten um dumme Spinner, die sammelten, weil sie die Macht und den Status der Waffen cool fanden. Im schlimmsten Fall sind es abgekochte Verbrecher, denen klar war, das eine Einlassung sie nicht groß tangieren würde - und sie damit vermutlich einer (langen) Haftstrafe entgehen würden.

Wie gesagt: Wer keinen Grund und keine Eignung zum Besitz bzw. führen von Schusswaffen hat, der braucht auch keine Schusswaffe zu besitzen!
Dem muss bewusst sein, dass sein Verhalten strafbar ist und auch bei "Erstätern" eine Haftstrafe ohne Bewährung vorsieht!
Steuerhinterziehung kann auch ein Verbrechen sein - und wird mit Haftstrafen geahndet. Dabei wird in der Regel aber kein Dritter körperlich geschädigt. Bei Missbrauch des Waffengesetzes und Kriegswaffenkontrollgesetzes sehe ich das aber anders. Beispiele hat es in den letzten Jahren in Deutschland genug gegeben!
Wir brauchen hier keine U.S.-amerikanischen Verhältnisse! In den U.S.A. sterben jedes Jahr knapp 30.000 Menschen durch Schusswaffen. Ins Verhältnis zu den deutschen Zahlen, ist dies etwa sechsmal mehr als hier (Hochgerechnet auf Einwohnerzahl)!!

MfG
Tobi

Tobi wie ich schon sagte bin ich selber Sportschütze ,und bin etwas anderer meinung als du ,es gibt in Deutschland mehr illegale als legale Waffen und ich muste für meine Waffenbesitzkarten verschiedene Prüfungen und auch ein Polizeiliches Führungszeugnis vorlegen und nachweise über die lagerung der waffen und der Munition vorlegen. Seit 10 Jahren betreibe ich den Sport und gehe fast Wöchendlich auf den Stand, und mir macht es viel spaß ,deswegen darf man aber die Leute nicht verurteilen die legal Waffen haben ,denn in den meisten fällen wird mit illegalen Waffen mist gebaut.Aber ich finde man sollte alle Waffenbesitzer kontrollieren und wer Waffen nicht ordnungsgemäß lagert stärker bestrafen.

lg Markus

@Chris W. : Relativieren - oder ernsthaft antworten?

1. Ich hab´ mich vertippt. Der Hersteller ist mir klar (steht auch in meinem anderen Post korrekt).
2. "Verbotener Gegenstand" nun gut. Der Sinn und Zweck ist jedoch zweifelhaft. Laut Waffengesetz ist der Erwerb bereits vorab Erlaubnispflichtig und setzt einen "großen" Waffenschein voraus.

Die Frage, die ich hier stellte bleibt von Ihnen unbeantwortet: WAS ist die Motivation Waffen DIESER Art zu besitzen (nicht legal, nicht legal benutzbar (Schießstand)?

Ihre Relativierung, die mir sehr wohl bekannte Zahl von hochgerechneten 20.000.000 Schusswaffen in Deutschland ist mir bekannt. Allerdings handelt es sich hierbei um die 20.000.000 ILLEGALEN Schusswaffen die 10.000.000 legalen Waffen gegenüberstehen!

Noch mal: Ich spreche hier über den Artikel - und den "Einzelfall" der hier behandelt wird.
Eine versuchte Relativierung des Sachverhaltes halte ich für nicht besonders zielführend!

Vielleicht beantworten Sie einfach mal die Frage nach der Motivation?!

Für mich ist der Fall an sich erschreckend - vielleicht auch gerade deshalb, weil er "die Dunkelziffer" aufzeigt!

WOZU braucht man Schusswaffen? WOZU?
Ich jedenfalls brauche keine - wozu auch?
Ich jage nicht, ich will keine Bank ausrauben und meine Frau nicht umbringen, keinen Suizid und keinen erweiterten Suizig verüben. Die "Chance" dass die Pistole unter dem Kopfkissen einst das Leben von mir und meiner Frau vor den bösen Einbrechern retten wird, halte ich für noch unwahrscheinlicher als drei Wochen hintereinander den Lotto-Jackpot zu knacken wenn 40 Millionen Euro drin wären!

WOZU braucht "man" dann eine Schusswaffe?
Sagen Sie´s mir!

MfG
Tobi

Googlest du? Oder kopierst du das von Wikidedia? meine Güte... 1. Ist der Hersteller der MP% die Firma Heckler& Koch, daher H&K. 2. fallen Schalldämpfer NICHT unter das Kriegswaffenkontrollgesetz, sondern sind verbotene Gegenstände gem. deutschem Waffengesetz! Fakt ist, du hast NULL Infos über die Hintergründe, plusterst dich hier aber auf, und das auch noch mit Halbwissen! Wenn du so gut informiert bist, und dich illegale Schußwaffen so verängstigen, solltest du besser nie wieder vor die Tür gehen, Fachleute (das sind die, die wissen wovon sie reden) gehen nämlich von bis zu 20.000.000 illegaler Schußwaffen in Deutschland aus, was nichts anderes heißt, das jeder 4. Bundesbürger eine zu Hause hat. Aber diese gefundene "Waffensammlung" hat unser aller Leben ja jetzt so viel sicherer gemacht! TRäum weiter! *gg



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