Bundes-Delegiertentagung im Januar 2011 im Schützenhof / Honervogt: "Wir sind heiß auf Libori"
Paderborn. Das hat’s in Paderborn noch nicht gegeben: Vom 17. bis 19. Januar 2011 wird die Paderstadt zum Mekka der Schausteller. Der 63. Delegiertentag des Deutschen Schaustellerverbands findet im Schützenhof statt. Erwartet werden 400 bis 450 Teilnehmer. Außerdem ist eine Fachmesse geplant, auf der Besucher gern gesehen sind, wie Hans-Otto Bröckling, Vorsitzender des Paderborner Schaustellerverbands erläutert.
Das Treffen in Paderborn hat einen guten Grund: Im nächsten Jahr feiert der Paderborner Verband seinen 50. Geburtstag. Dazu wird es am 18. Januar einen Festball geben. Auf viele Besucher hoffen die Schausteller bei der Fachmesse, die parallel zur Delegiertentagung im Schützenhof stattfinden wird. Gezeigt werden dabei unter anderem kleinere Fahrgeschäfte, neue Fahrchips, neue Imbisseinrichtungen und auch Modelle großer neuer Fahrgeschäfte. Allein auf der Fachmesse werden 2.000 Besucher erwartet.
Und bei der Delegiertenversammlung, die ebenfalls öffentlich ist, hoffen die Organisatoren auf weitere 400 bis 500 Interessierte zusätzlich zu den Delegierten, wie der 2. Vorsitzende des Paderborner Verbands, Bethel Thelen jun., erläutert. Auf der Tagung wird das Präsidium des Schaustellerverbands neu gewählt. Aktueller Präsident ist Albert Ritter aus Essen.
Viel Harmonie gab’s am Donnerstagabend in der Almhütte wieder bei den Treffen der Pottmarkt-Beschicker und der anschließenden Zusammenkunft der Schausteller vom Liboriberg. Für gute Stimmung und spontanen Zwischenapplaus sorgte dabei Dietrich Honervogt. Der Marktausschussvorsitzende machte keinen Hehl aus seiner Vorfreude: "Alle stehen in den Startlöchern. Wir sind heiß auf Libori." Und damit auch alle wissen, dass Libori startet, haben die Schausteller und Marktbeschicker wieder 60 bis 70 km rund um Paderborn mächtig die Werbetrommel gerührt – mit großen und kleinen Plakaten, Servietten, Bierdeckeln und Anzeigen sogar in englisch-sprachigen Zeitungen in Deutschland. Zuvor hatten Petra Wiedig und Willi Koch, die Sprecher der Marktbeschicker, eindringlich darum gebeten, dass am ersten Libori-Sonntag die Stände auf dem gesamten Pottmarkt wegen der Prozession erst um 11 Uhr öffnen sollen.
Viele guten Wünsche, gute Geschäfte und vor allem passendes Wetter ("nicht zu heiß und nicht zu kalt, Regen in der Nacht und am Tage Sonnenschein") für die ganze Festwoche wünschten unter anderem Bürgermeister Heinz Paus, Dompropst Dr. Wilhelm Hentze und Generalvikar Alfons Hardt.
Eine freundliche Warnung hatte Polizeihauptkommissar Norbert Münster für alle Schausteller und Marktbeschicker auf Lager: Er erinnerte daran, dass es zur Zeit in Paderborn eine regelrechte Serie von Einbrüchen am hellen Tage gebe. "Sichern Sie ihre Wohnwagen und Wertsachen daher ganz besonders gut."
Mit einer Besuchergruppe werde es in diesem Jahr allerdings keine Probleme geben, wie Münster versichert: "Ausschreitungen von britischen Soldaten nach dem England-Spiel haben zum harten Durchgreifen des neuen Kommandeurs geführt. Es laufen sogar Verfahren zur unehrenhaften Entlassung einiger Soldaten. Die werden sich in diesem Jahr sicher alle ruhig verhalten", betont Norbert Münster.