Paderborn. Mehrfach wurden in den letzten Wochen Anwohner der Straße Im Lichtenfelde durch lautes Knallen aus dem Schlaf gerissen. Am Sonntagabend ertappte die Polizei den Verursacher auf frischer Tat und stellte in der Wohnung des 29-jährigen Paderborners nicht weniger als zwei Zentner Feuerwerkskörper sicher.
Seit Anfang Juni beschwerten sich Anwohner und Bewohner eines Hochhauses Im Lichtenfelde über nächtliche Ruhestörungen durch Böllerschüsse. Mehrmals wurde die Polizei gerufen.
Den Verursacher konnten die Hausbewohner ebenso wenig lokalisieren wie die eingesetzten Beamten. Als es am Samstagabend wieder knallte, rief eine Hausbewohnerin abermals die Polizei. Die Polizisten versteckten sich in der Nähe des Hauses und warteten ab.
Gegen 22.50 Uhr bemerkten die Beamten einen Mann auf einem Balkon im fünften Stock. Er glaubte sich unbeobachtet, zündete einen Böller und warf ihn vom Balkon. Sogleich verließen die Polizisten ihr Versteck und liefen zu der ausgemachten Wohnung in dem Hochhaus.
Der 29-Jährige öffnete und gab sofort zu, den Böller geworfen zu haben. Er habe Spaß am Feuerwerk, so der junge Mann zu den Vorwürfen. Bei einer Wohnungsdurchsuchung nach weiteren Feuerwerkskörpern verschlug es den Polizisten die Sprache. Sie entdeckten ein regelrechtes Lager an Böllern, Silvesterraketen und Softair-Pistolen. Das gesamte frei käufliche Feuerwerksmaterial wurde sichergestellt. Die Feuerwehr Paderborn musste zwei Europaletten bereitstellen, um die Asservate unterzubringen.
Die Polizei hat Ermittlungen gegen den 29-jährigen Hobbyfeuerwerker aufgenommen. Bislang war der Mann polizeilich nicht aufgefallen.