Paderborn. Der Fall der Ärztin, die alternativmedizinische Mittel mit Kortison versetzt haben soll (die NW berichtete), zieht weitere Kreise. Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei sind bereits mehr als 20 Anzeigen gegen die 40-Jährige Allgemeinmedizinerin erstattet worden. "Und es werden wohl noch weitere dazu kommen", wird in den beiden Behörden vermutet.
Zurzeit sprächen täglich zwei bis drei besorgte Mütter und Väter bei ihm vor, die mutmaßten, dass auch ihre Kinder in unzulänglicher Weise von der Medizinerin behandelt wurden, berichtete Oberstaatsanwalt Horst Rürup. Jahrelang hatte die Ärztin nämlich mit ihren alternativmedizinischen Injektionen bei der Behandlung von an Allergien und Neurodermitis leidenden Kindern große Erfolge gehabt. Ob diese auf den, bei jungen Menschen unter 14 Jahren allerdings verbotenen Einsatz von Kortison zurückzuführen sind, müssen jetzt die Ermittlungen zeigen.
Möglicherweise hat sich dann die Medizinerin der gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht. Ihre Praxis ist zurzeit übrigens geschlossen – aus Krankheitsgründen, heißt es.


















