Paderborn. Ein rasanter Ferrari, eine kleine Villa am Mittelmeer, ein Luxusurlaub - wenn man will, kann man eine Million Euro schnell verpulvern. Nicht so Heiko Schumacher. Der 28-jährige Angestellte, der vor vier Wochen Stefan Raab in dessen TV-Show besiegt hatte, investiert seinen Gewinn in Bildung. Zumindest einen Teil.
Noch schafft der gelernte Vertriebslogistiker bei Benteler Stahl/Rohr, doch inzwischen hat er seinen Job dort gekündigt. "Bis Ende Februar werde ich arbeiten und zum Wintersemester beginne ich dann ein Lehramtsstudium", berichtet Heiko Schumacher, der Lehrer an einer Haupt- Real- oder Gesamtschule werden möchte. Aber nicht etwa als Sportpädagoge, wie man es von einem mehrfachen Deutschen Meister im Baseball erwarten könnte. Englisch und Geschichte möchte das Mitglied der Paderborner Untouchables später gern unterrichten und peilt an, in fünf Jahren mit der Ausbildung fertig zu sein.
"Das wollte ich schon immer gern machen, aber ich war bislang nicht in der Lage, ein Studentenleben zu finanzieren", erzählt Schumacher der NW, dass seine Kollegen bei Benteler diese Entscheidung "alle verstanden haben". Und schließlich bleibt der Vertriebslogistiker ja der Domstadt treu. Er studiert an der hiesigen Universität und wird sich weiterhin als Jugendtrainer im Baseball engagieren: "Auf jeden Fall."
Die Million ist mittlerweile auf Schumachers Konto eingetrudelt. Und den Kontoauszug mit dem siebenstelligen Betrag hat er sich von Entertainer Stefan Raab nach einem Auftritt in der Sendung TV total vor einigen Tagen signieren lassen - und dem Showmaster als Erinnerung einen Baseballschläger geschenkt. "Der Auszug ist eingerahmt und hängt jetzt im Wohnzimmer", erzählt der Elsener.
"Freizeit ist der größte Luxus", findet der 28-Jährige, dem bis zum Studienbeginn im Oktober noch mehr als ein halbes Jahr Zeit für Muße bleibt. Reisen will er auf jeden Fall, unter anderem in die Karibik, um in der Dominikanischen Republik ein paar Freunde zu besuchen. Und daheim will er seinen Hobbies frönen: Angeln und Golfen, zum Beispiel. "Das mache ich schon lange, hatte aber bisher nicht sehr viel Zeit dafür".