Lichtenau (ei). Tödlich verletzt wurde am Samstagmittag gegen 11.40 Uhr eine 69-jährige Frau aus dem Saalekreis, als sie nach einem Autobahnunfall auf der A 44 durch die Heckscheibe ihres Kleinwagens geschleudert wurde. Nach Angaben der Polizei war die Frau, die zwischen der Anschlussstelle Lichtenau und dem Autobahnkreuz Wünnenberg-Haaren unterwegs war, angeschnallt, vermutlich war aber die Sitzlehne zu weit nach hinten gestellt.
Zu dem Unfall war es gekommen, als ein 19-jähriger Autofahrer aus dem Kreis Soest, der auf der linken Fahrspur unterwegs war, aus bislang ungeklärten Gründen auf die Hauptfahrbahn geriet und seitlich versetzt auf den silbernen Kleinwagen der Rentnerin auffuhr. Das Auto der Frau schleuderte nach rechts von der Autobahn und drehte sich an einem Erdwall um die Hochachse.
Dabei wurde die angeschnallte Fahrerin durch die Heckscheibe heraus geschleudert und blieb schließlich zwischen Stand- und Grünstreifen liegen. Ein herbeigeeilter Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen.
Auch die Limousine des 19-Jährigen geriet nach dem Zusammenstoß wieder auf die linke Fahrbahn, prallte gegen die Mittelleitplanke und blieb schließlich unmittelbar vor der Frau stehen. Die Autobahn blieb rund vier Stunden für die Spurensicherung gesperrt.
Neben dem Notarzteinsatzfahrzeug und drei Rettungswagen rückte auch der Löschzug Bad Wünnenberg-Haaren aus, um auslaufende Betriebsstoffe abzustreuen und die Rettungsdienstmitarbeiter zu unterstützen. Neben dem 19-Jährigen Fahrer wurde auch eine Ersthelferin ins Krankenhaus transportiert.
Von der Staatsanwaltschaft wurde ein Sachverständiger mit der Rekonstruktion des Unfalls beauftragt, die beiden Autos wurden für weitere Untersuchungen sichergestellt. Der Schaden wird auf rund 6.000 Euro geschätzt. Die Autobahn in Richtung Dortmund wurde an der Anschlussstelle Lichtenau für vier Stunden von der Autobahnmeisterei gesperrt, dabei bildete sich ein Rückstau von bis zu sieben Kilometern.