Paderborn (NW). "Die SPD-Fraktion wird einen sich abzeichnenden, parteiübergreifenden Kompromiss zur Errichtung und zum Standort einer dritten Gesamtschule in Paderborn mittragen", teilt Ratsherr Martin Pantke mit. Auch die Grünen sind "hoch erfreut" über das Ergebnis der Interfraktionsgespräche, so Ratsfrau Vera Esders.
"Mit der Festlegung, das Schulzentrum Niesenteich als ganzes und ausschließlich als Standort für die neue Schule vorzusehen, erhält die Gesamtschule die Möglichkeit, sich dort zu etablieren und räumlich und konzeptionell weiterzuentwickeln", so Pantke, SPD-Mitglied im Schulausschuss.
Die Errichtung decke die seit Jahren erkennbare verstärkte Nachfrage nach Plätzen in dieser Schulform ab. Sie sei für die Entwicklung der Schullandschaft in Paderborn ein wichtiger Schritt, weil Experten davon ausgingen, dass mittelfristig immer mehr Eltern Schulen für ihre Kinder wählen, die gemeinsames Lernen anbieten und alle Abschlussoptionen im Angebot haben.
Wie bei jedem Kompromiss könne man nicht 100prozentig zufrieden sein, müsse aber aus Geldmangel und wegen zurückgehender Schülerzahlen effizient mit dem vorhandenen Schulräumen umgehen. Wie es aussehe, stünden im Schuljahr 2012/13 genügend Gesamtschulplätze zur Verfügung. Eine sich abzeichnende breite Mehrheit im Schulausschuss sei auch ein deutliches Signal an die Behörden, dass die Schule von den entscheidenden politischen Kräften vor Ort gewollt werde.
"Endlich ist der Weg frei zur Gründung einer dritten Gesamtschule in der Stadt Paderborn", so Schulausschussmitglied Vera Esders (Grüne). Mit der Entscheidung, am Standort Niesenteich nur noch die Gesamtschule zu etablieren, sei genau das richtige Signal gegeben. "Alle anderen Entscheidungen hätten die Stadt sehr viel Geld gekostet und gleichzeitig Leerstände an der Kilianschule produziert", so Uli Graben, Vorsitzender des Schulausschusses. Jetzt gelte es, den Schwung des runden Tisches aufzunehmen und im Herbst im Rahmen des Schulentwicklungsplanes weiter an der Zukunft der Paderborner Schullandschaft zu arbeiten. Dabei sei es wichtig, zusammen mit Eltern, Schulleitungen und Ratsfraktionen ein tragfähiges Konzept für die kommenden Jahre zu entwickeln. Ziel müsse es aus grüner Sicht sein, den Kindern möglichst lange alle Bildungsabschlüsse offen zu halten.
















