Paderborn/Detmold (nw). Die Träger und Vorstände der Sparkassen Paderborn und Detmold haben nach eigenen Angaben "vertrauensvolle Gespräche" über eine Fusion begonnen. Das bestätigten die beiden Verwaltungsratsvorsitzenden, die Bürgermeister Heinz Paus (Paderborn) und Rainer Heller (Detmold).
Mit einer Bilanzsumme von über sechs Milliarden Euro und 1.500 Beschäftigten – davon fast 140 Auszubildenden – und mehr als 80 Filialen würde durch die größte Sparkasse in Ostwestfalen-Lippe entstehen. Ihr Name soll Sparkasse Paderborn-Detmold sein.
"Sie würde nicht nur eine starke Wettbewerbsposition einnehmen können, sondern wäre zugleich die passende Antwort auf die Strukturveränderungen in der Bankenlandschaft und die veränderten Kapitalanforderungen", so Paderborns Landrat Manfred Müller, Chef der Verbandsversammlung des Zweckverbandes, der Träger der Sparkasse Paderborn ist.
Älteste Sparkasse bleibt erhalten
Detmolds Bürgermeister Rainer Heller sprach von einer "offenen und sachlichen Gesprächskultur". Laut Heinz Paus ergänzen sich beide Institute gut. Sie seien im Vergleich in etwa gleich groß, ertrags- und kapitalstark.
Es ist geplant, dass die Sparkasse Detmold die Paderborner Nachbarin aufnimmt und das neue Institut "Sparkasse Paderborn-Detmold" heißen wird. Damit bleibt die Detmolder als älteste Sparkasse Deutschlands bestehen.
Die künftig größte OWL-Sparkasse solle "unverzichtbarer Motor" für die gesamte Region" werden, kündigten Paus und Heller an. Erste Gespräche, so die Vorstandsvorsitzenden Hans Laven (Paderborn) und Jürgen Wannhoff (Detmold), hätten gezeigt, dass für den Erfolg dieser "historischen Aufgabe" alle Beschäftigten gebraucht würden. Die Filialen und heutigen Ansprechpartner sollen auch künftig für die Kunden bereit stehen.
Den entscheidenden Vorteil sehen die Verwaltungsratschefs im Ausbau der bereits heute starken Marktposition. Für die Mitarbeiter werde "ein hoch attraktiver Arbeitgeber" entstehen. Andere Fusionslösungen werden laut Manfred Müller derzeit nicht verfolgt. Die Vertreter der Trägerkommunen beider Kassen, zu denen auch Marsberg im Hochsauerlandkreis zählt, werden nach Ankündigung beider Institute "in den nächsten Wochen" entscheiden.