Kreis Paderborn (faa). Auf dem Truppenübungsplatz in der Senne soll der Betrieb der britischen Streitkräfte intensiviert werden. Ziel ist es, die Kampfdörfer und das bisherige Gelände im Zentrum der Senne parallel zu nutzen. Das geht aus einem Antrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hervor, die die Aufhebung der – in der Genehmigung des Kreises Gütersloh aus dem Februar 2010 – festgelegten Einschränkungen fordert.
Genehmigungsbehörde ist der Kreis Gütersloh, der den Kreis Paderborn im Umweltausschuss allerdings über diese Änderung informiert hat. Ursprünglich sollten – immer wenn die Kampfdörfer in Betrieb sind – die Übungen auf dem restlichen Gelände eingeschränkt werden. Für die Tage, an denen die beantragten Übungseinrichtungen genutzt werden, wurden Großkaliberschießen und Hubschrauberflug ausgeschlossen und Kleinkaliberschießen mit scharfer Munition im Nordwesten des Platzes beschränkt. Außerdem wurde die Betriebszeit auf 6 bis 22 Uhr begrenzt. Unter dieser Prämisse stimmte der Kreis Gütersloh dem Bau der Kampfdörfer bereits zu.
Doch durch eine Sondergenehmigung des Verteidigungsministeriums ist die Parallelnutzung seit Januar befristet gestattet. Die Betriebszeit verschob sich auf 7 bis 23 Uhr. Im Gegenzug soll das Lärmmanagement der Bundeswehr für den Truppenübungsplatz für das ganze Jahr eingeführt und auch weiterentwickelt werden. Das bedeutet, dass für jeden Übungs- und Manövertag die Lärmimmissionen im Voraus berechnet werden. Wird ein Richtwert überschritten, erfolgt die Umplanung des Übungstages.
Nachdem nachgewiesen werden konnte, dass für Natur- und Artenschutzbelange keine nachteiligen Auswirkungen zu erwarten sind, wurden positive Stellungnahmen abgegeben – vom Landrat und dem Umweltausschuss des Kreises.

















