Höxter/Paderborn (nw). Väterchen Frost hat zugeschlagen: 34 Unfälle insgesamt, davon acht Verkehrsunfälle mit 13 teilweise schwer verletzten Personen, meldet die Polizei im Kreis Höxter, im Kreis Paderborn wurden fünf Menschen bei neun Unfällen verletzt.
Am Mittwochmorgen zwischen 5 und 8.30 Uhr ereigneten sich auf den Straßen des Kreises Höxter ungewöhnlich viele Glätteunfälle. Betroffen war der Gesamtkreis Höxter über
Marienmünster, Brakel, Borgentreich und
Warburg. Gerade in den Höhenlagen wurden die Autofahrer von den gefährlichen Straßenverhältnissen überrascht.
Ein Blick auf das Autothermometer verschaffte hier nur trügerische Sicherheit: Während sich die Luft bereits auf vier, fünf oder sechs Grad erwärmt hatte, herrschten am Boden Temperaturen um den Gefrierpunkt.
Totalschaden am Auto
Die Polizei bittet die Autofahrer um vorsichtiges Fahren: "Fahren Sie langsam, vermeiden Sie abrupte Brems- und Lenkbewegungen. Lassen Sie im Zweifelsfall ihr Fahrzeug stehen und warten Sie auf die eingesetzten Streufahrzeuge."
Unter anderem ereignete sich gegen 5 Uhr ein Glätteunfall in
Brakel-Istrup. Der 32-jährige Fahrer eines Smart war auf der Bundesstraße 64 in Richtung Bad Driburg unterwegs. Kurz vor der Abfahrt Istrup verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam rechts von der Fahrbahn ab und stieß gegen einen Baum. Der Mann wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Aufgrund von Straßenglätte kam in
Marienmünster-Bredenborn am Mittwochmorgen um 5.30 Uhr eine Frau mit ihrem Fahrzeug von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug prallte gegen die Leitplanken, wurde nach links über die Fahrbahn geschleudert und kam dort zum Stehen. Die Frau wurde glücklicherweise nur leicht verletzt in das Steinheim Krankenhaus gebracht. Am Fahrzeug entstand Totalschaden.
Unfälle auf der gleichen Strecke
Im Kreis Paderborn waren laut Polizei hauptsächlich die Höhenlagen im südlichen Kreisgebietes von der Glätte betroffen.
Der erste Unfall wurde gegen 5.10 Uhr von der L 754 bei
Bad Wünnenberg-Haaren gemeldet. Hier war eine 41-jährige Kleinwagenfahrerin verunglückt und hatte sich nach Polizeiangaben leichte Verletzungen zugezogen.
20 Minuten später landete ein 20-jähriger Autofahrer auf der gleichen Strecke im Haarener Wald auf dem Dach im Graben. Auch er zog sich leichte Verletzungen zu. Beide wurden vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht und dort ambulant behandelt.
Zwischenzeitlich war gegen 5.30 Uhr auf der Bundesstraße 68 zwischen
Borchen-Dörenhagen und
Lichtenau-Grundsteinheim ein 31-jähriger Autofahrer in den Graben geschleudert. Der Mann erlitt einen Schock, sein 22-jähriger Beifahrer zog sich leichte Verletzungen zu.
Unfallserie mit 40.000 Euro Sachschaden
Auf der L 817 im Lichtenauer Ortsteil
Herbram-Wald schleuderte ein 62-jähriger Autofahrer gegen 6.55 Uhr auf eine Verkehrsinsel. Der Wagen überschlug sich, kollidierte mit zwei Bäumen und blieb mit Totalschaden auf dem Dach liegen. Die 17-jährige Beifahrerin blieb unverletzt. Ein Notarzt versorgte den verletzten Fahrer am Unfallort. Der Mann kam mit einem Rettungswagen zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus.
Unweit der Unfallstelle verunglückte eine halbe Stunde später ein 48-jähriger Lieferwagenfahrer. Hier blieb es ebenso wie bei den weiteren Glätteunfällen in
Altenbeken-Buke und den Bad Wünnenberger Ortsteilen
Helmern, Haaren und
Fürstenberg bei Sachschaden. Der Gesamtschaden dieser Unfallserie wird auf rund 40.000 Euro geschätzt.
Auch in den nächsten Tagen ist bei fallenden Temperaturen mit glatten Straßen zu rechnen. Die Polizei rät, von vorne herein längere Fahrzeiten einzuplanen und äußerst vorsichtig zu fahren. Auch bei Plusgraden sei mit Glatteisbildung zu rechnen.