Paderborn (jkl). Die Landesregierung hat neue Sperrfristen bei Kündigungen beschlossen. Damit verlängert sich die Frist auf fünf Jahre, auch wenn der Vermieter die Wohnung selbst nutzen oder umbauen möchte.
Das die Paderstadt von der Verordnung betroffen ist, wundert Joachim Knollmann, Geschäftsführer des Mieterbundes Ostwestfalen-Lippe, nicht. Aufgrund der hohen Studentenzahlen könne es in Paderborn durchaus zu Wohnungsengpässen kommen. "Diese Vorschrift wurde erlassen, um Mieter in bestimmten Gebieten mit angespannter Wohnungsmarktlage vor dem Verlust ihrer Wohnung zu schützen", so Knollmann, der mit dem Vorstoß der Landesregierung sehr zufrieden ist. Der Mieterbund habe sich verstärkt für die Verlängerung der Kündigungssperrfrist eingesetzt.
Dirk Winthuis, Rechtsanwalt und Vorsitzender des Vereins Haus und Grund Paderborner Land, kann nachvollziehen, dass sich Mieter über die neue Verordnung freuen. "Für die Vermieter in Paderborn ist es jedoch ein Schlag ins Gesicht." Im Gegensatz zu vielen Großstädten würden die Wohnungen nicht von großen Gesellschaften vermietet. "In der Regel sind es Privatleute die ein bis zwei Wohnungen besitzen", so Winthuis. Für viele sei es ein Baustein der Altersversorgung. Die neue Kündigungssperrfrist mache dies jedoch unattraktiv. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt sei zudem in Paderborn nicht so dramatisch. "Es ist kein Problem Wohnungen zu vernünftigen Preisen zu finden", meint der Rechtsanwalt.
















