Paderborn. Der Allgemeine Studierenden Ausschuss (ASta) an der Universität Paderborn kritisiert Darstellungen des örtlichen Busunternehmens Padersprinter, wonach aktuell 40 Prozent der Studierenden das Semesterticket nutzen (wir berichteten).
Hintergrund sind Verhandlungen der Studierendenvertreter mit den Verkehrsbetrieben, in denen es um die pauschale Abgabe geht, die von allen Studierenden für das Semesterticket, das als Fahrausweis in der gesamten Region gilt, erhoben wird. Die Verkehrs-Servicegesellschaft Paderborn/Höxter mbH (VPH) hat nach AStA-Angaben eine fristgerechte Kündigung zum 30. September eingereicht, um eine Preiserhöhung zum kommenden Wintersemester zu ermöglichen.
Der AStA beruft sich auf Zahlen, die während der Vorlesungszeit im Kalenderjahr 2010 durchschnittlich 26,7 Prozent studentische Nutzer belegen, so gestern AStA-Vorsitzender Christoph Husemann.
Diese Zahlen beruhten auf der letzten ausgewerteten Verkehrszählung, die der Padersprinter in Auftrag gegeben habe. Erst in diesen Tagen habe eine neue Verkehrszählung stattgefunden, deren Zahlen allerdings noch nicht von der beauftragten Ingenieurgesellschaft auswertet worden seien. Die von Padersprinter-Leiter Peter Bronnenberg genannten 40 Prozent beruhten auf einer Schätzung, die auf keiner Sachgrundlage basiere, so Husemann. Das "dicke Plus von zwei Millionen" mehr Fahrgästen durch die studentischen Nutzer sei genau so wenig belegt.
Bei ersten Gesprächen zwischen dem VPH, dem Padersprinter, dem BBH und dem AStA Paderborn habe der Padersprinter nun Zahlen vorgelegt, auf deren Basis keine seriösen Verhandlungen stattfinden könnten.
"Dass steigende Studierendenzahlen auch steigende Zahlungen an die VPH bedeuten, wurde in der Darstellung gegenüber der Presse völlig vernachlässigt. So zahlt die Studierendenschaft im Vergleich zu 2001 gut 660.000 Euro mehr pro Jahr an die VPH", ergänzt Christoph Husemann.
Der Allgemeine Studierendenausschuss werde die Verhandlungen über das Semesterticket erst weiterführen, sobald die versprochenen seriösen Zahlen vorgelegt würden.
















