Bad Lippspringe (fg). Die Stadt will mit drei Baumaßnahmen den Verkehr auf dem Stadtgebiet effizienter leiten und sicherer machen. Die zuständige Projektleiterin Andrea Zander vom Büro Battenberg und Koch aus Krauthausen bei Erfurt stellte in der jüngsten Bau- und Planungsauschuss-Sitzung der Stadt einen Sachstandsbericht vor.
So soll zum Einen im Kreuzungsbereich an der Detmolder Straße/Am Beispring ein Kreisverkehr gebaut werden. Der Durchmesser werde 26 Meter betragen und begrünt, also nicht überfahrbar sein, so Zander. Derzeit müsse man bis zu 45 Sekunden warten, um den Kreuzungsbereich passieren zu können, beschrieb die Projektleiterin die aktuelle Verkehrssituation. Nach dem Umbau sollen es nur noch bis zu 10 Sekunden Wartezeit sein.
"Kreisverkehre sind einfach und gut begreifbar. Sie leiten den Verkehr besser als Ampeln", erklärte Zander im Ausschuss. Zudem fielen keine Folgekosten für die Stromversorgung von Ampeln an.
Zum Zweiten gedenkt die Stadt am Kreuzungsbereich Steinbekestraße/ Steintor einen Mini-Kreisverkehr mit 16 Metern Durchmesser zu bauen. An dieser Stelle soll er eine Geschwindigkeitsreduzierung erwirken und so zur Schulwegsicherung beitragen.
Zum Dritten wird, wenn es nach den Planungen der Stadt geht, der Pfingstuhlweg zwischen dem Gewerbegebiet und der Kreisstraße 30 grundhaft ausgebaut. Die Straße soll von vier Meter auf sechs Meter Breite vergrößert werden. Erst ab sechs Metern Breite trete eine Förderung der Bezirksregierung ein, dessen Zusage bereits vorliegt. An der Einmündung zur K 30 soll zudem ein Kreisverkehr mit 35 Metern Durchmesser entstehen. Des Weiteren soll ein Radfahrweg von zwei Metern Breite neben der Straße gebaut werden. Dieser könnte sich aber erst nach den Straßenbauarbeiten anschließen, da die Stadt noch Grund erwerben muss.
Die Kosten für alle Maßnahmen betragen knapp 2 Millionen Euro. 60 Prozent davon sollen durch Fördermittel bezahlt werden. Als nächstes steht nach Zander nun die Festlegung eines Zeitplans der Teilmaßnahmen an, sofern denn Bauausschuss und Rat der Stadt die Projekte durchwinken. "Im Zusammenhang mit anderen Projekten für die Landesgartenschau 2017 muss man mit einem engen Zeitmanagement rechnen", sagte Zander im Ausschuss.
















