Schloß Holte-Stukenbrock (ibe). "Der Gewinner des diesjährigen FDP-Bürgerpreises ist ein waschechter Westfale: offen, ehrlich, hart arbeitend, bescheiden, hartnäckig, zielstrebig und bodenständig mit großem Durchhaltevermögen. So verfolgt er seine Lebensziele." Ulla Lehmann, Vorsitzende des FDP-Stadtverband Schloß Holte-Stukenbrock, traf in ihrer Rede mit dieser Beschreibung der Charaktereigenschaften des Heimatforschers Günter Potthoff voll ins Schwarze. "Genau so ist er", stimmte Ehefrau Christine zu.
Im Rahmen eines Neujahrsempfangs durfte sich der Preisträger im "Holter Schloßkrug" über 300 Euro, eine Bürgerpreis-Urkunde, Blumen und eine mit Schokoladengeld bestückte Kohlenschütte freuen. Vor vier Jahren war der FDP-Bürgerpreis erstmals an die IG Sennebäche verliehen worden. Nach dem Förderverein Dokumentationsstätte Stalag 326 im Jahre 2009 erhielt Barbara Lundgreen diese Anerkennung für besonderes ehrenamtliches und uneigennütziges Engagement.
"Auch unser diesjähriger Preisträger ist einer, der im besten Sinne ehrenamtliches Engagement für das Gemeinwesen verkörpert", lobte Ulla Lehmann den bekannten Ur-Holter und Buchautor, der sich zurzeit für die Errichtung eines Ofenmuseums stark macht. Die Ausstellungsfläche für 35 Öfen aus der Holter Hütte sei im zwieten Foyer des Rathauses viel zu klein, erklärte Potthoff. Mit einer Wanderausstellung im gesamten Kreis Gütersloh möchten er und andere im kommenden Jahr das Interesse an diesem Museum wecken. Neben den zu zeigenden Öfen, Gebrauchsgegenständen, Fotos und Dokumenten der damaligen Holter Hütte würden insbesondere die Geschichten und Schicksale der Menschen von großem Interesse sein, so der Preisträger.
Mit einem gemütlichen Kaffeetrinken klang der Neujahrsempfang aus. Der Bundestagsabgeordnete Heiner Kamp aus Versmold hatte aus Krankheitsgründen absagen müssen. Zu den Aufgaben des FDP-Stadtverbandes im kommenden Jahr gehöre in erster Linie, sich für eine stabile Finanzausstattung der Stadt einzusetzen, erklärte die erste Vorsitzende. Ob das Jahr 2011 kommunalpolitisch so spannend werde wie 2010, bleibe abzuwarten.