Schloß Holte-Stukenbrock. Ein unverkennbares Logo hat jetzt die Dokumentationsstätte Stalag 326, in der die Geschehnisse im Lager für russische Kriegsgefangene während des Zweiten Weltkrieges aufgearbeitet werden. Entworfen wurde das Signet, das das Bild von einer der typischen roten Baracken mit dem Stacheldraht des Lagers verknüpft, von der Kommunikationswirtin Gloria Vockerodt.
Seit Ende 2007 ist die staatlich geprüfte Medientechnikerin mit ihrer eigenen Werbeagentur "Leuchtfeuer" Kommunikation in München verortet, was ihrem Engagement bei der konzeptionellen Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit für deutsche Gedenkstätten und mithin für die Dokumentationsstätte Stalag 326 jedoch keinen Abbruch tut.
"Für mich erfüllt die Dokumentationsstätte Stalag 326 in Schloß Holte-Stukenbrock den wichtigen Beitrag, sichtbar zu machen, was geschehen ist, den noch lebenden Hinterbliebenen einen Ort zum Trauern zu erhalten und das geschichtliche Gedächtnis an die heranwachsende Generation weiterzugeben, um eine Wiederholung dieser Greueltaten vermeiden zu helfen", so die 29-Jährige.
Bis mindestens in die 80er Jahre hinein prägten die ehemaligen Reichsarbeitsdienstbaracken das Bild des heutigen Polizeiausbildungsinstituts Erich Klausener, das dem Sozialwerk Stukenbrock für Aussiedler und Flüchtlinge, das auf dem ehemaligen Lagergelände entstand, folgte. Die letzte jetzt noch vorhandene Baracke wurde 1948 zu einer evangelischen Kirche umgebaut und steht heute unter Denkmalsschutz.
Viele Menschen aus der Region werden es gerade aus der Zeit des Sozialwerks kennen, wurden in dieser Kirche getauft oder getraut. Noch heute finden in unregelmäßigen Abständen Messen statt. Insgesamt existieren aus der Zeit des Stalag 326 noch drei unter Denkmalschutz gestellte Gebäude, das ehemalige Entlausungsgebäude, das Arresthaus (heute Dokumentationsstätte) und die Kirche.
Der Vorstand des Fördervereins der Dokumentationsstätte Stalag 326 Senne hat dem Vorschlag von Gloria Vockerodt einstimmig zugestimmt, weil sowohl der Stacheldraht als auch die Baracke in besonderer Weise die Kriegsgefangenenschaft im Stalag 326 verständlich darstellen. Die Gestaltung des Logos und die Farbauswahl garantiere, so der Vorstand, einen sehr hohen und einprägsamen Wiedererkennungswert.






