Warburg. Rainer Kobusch ist der alte und neue Vorsitzende im Warburger Ortsverein der Christdemokraten. 34 von 61 Stimmen konnte der 42-Jährige am Dienstagabend für sich gewinnen. Sein Kontrahent, Wilfried Genau, erhielt 23 Ja-Stimmen. Mit dem Vorsitzenden wurde auch ein neues Vorstandsteam gewählt.
Thomas Berens (41) und Sascha Meyer (30) werden den Ortsvorsitzenden in den kommenden zwei Jahren als Stellvertreter unterstützen. Schriftführer und Presseverantwortliche im geschäftsführenden Vorstand sind Birgit Kuchenreiter und Thomas Stiegler. Im Beirat sitzen Herbert Clases, Frank Dierkes, Filiz Ellüstü, Franz Freitag, Michael Kohlschein, Henry Laforet, Albert Leifels, Roland Neuhaus, Andreas Sander, Frank Scheffler und Gerd Weiland.
Als zahlenmäßig größter Ortsverband im Warburg Stadtverband seien die Warburger Christdemokraten gut aufgestellt, hielt Vorsitzender Rainer Kobusch zum Jahrestreffen in seinem Rückblick fest. Gleichzeitig appellierte er an die Geschlossenheit der Parteimitglieder. "Nur gemeinsam werden wir unsere Ziele erreichen", unterstrich Kobusch, der auf "eine erfolgreiche Arbeit im Vorstandsteam" hinwies.
Mitgliederzahlen stabil geblieben
Entgegen des allgemeinen Mitgliederschwundes seien die Zahlen im Warburger Ortsverband stabil geblieben, berichtete Kobusch. Aktuell stehen 214 Mitglieder in der Kartei, sechs mehr als zur letzten Jahresversammlung vor zwei Jahren. "Stillstand ist Rückgang", wurde der wiedergewählte Vorsitzende in seinem Bericht programmatisch. Unter diesem Vorzeichen wolle man sich im Vorstand den Herausforderungen der Zukunft stellen. Auf Vorstandsebene werde breit und konstruktiv diskutiert. Konkreter wurde der Parteipolitiker in seinen Zielen allerdings dann aber nicht.
Parteifreunde seien an ihn herangetreten, sich als Kandidat zur Wahl zu stellen, hatte Wilfried Genau in einem Brief an die Mitglieder seine Entscheidung kundgetan, sich um den Vorsitz zu bewerben. In seinem Schreiben rief er zum Wahlgang auf und warb um Stimmen. Wahlleiter Dr. Ulrich Conradi stellte in der Versammlung die Frage nach einer Vorstellungsrunde, diese wurde aber von den Anwesenden nicht gewünscht. Nach der Ergebnisverkündung gratulierte Genau dann als fairer Verlierer als erster dem neuen Vorsitzenden zur Wahl.