Hohenwepel/Rösebeck. Den Führerschein hatte er erst seit vier Wochen: Am Sonntagmorgen verunglückte der junge Motorradfahrer auf der Bundesstraße 241 kurz hinter dem Abzweig Hohenwepel mit seiner schweren Maschine tödlich.
Ausgangs einer leichten Linkskurve hatte der 18-Jährige aus Richtung Hohenwepel kommend offensichtlich die Kontrolle über das Krad verloren. Die Honda schlitterte über die Bankette, streifte einen Leitpfosten und legte sich auf die rechte Seite. Der junge Fahrer aus dem Raum Holzminden wurde gegen einen Baum geschleudert. Die Honda blieb einige Meter weiter im Straßengraben liegen.
Als der Notarzt an der Unglücksstelle eintraf, sei der Holzmindener noch ansprechbar gewesen, berichtet die Polizei. Trotz Reanimierungsversuchen sei der 18-Jährige jedoch noch am Unfallort verstorben. Zu den Ursachen des tödlichen Unfalls konnte die Polizei am Sonntagmorgen keine Angaben machen. "Eine zu hohe Geschwindigkeit schließen wir aber derzeit aus", so ein Beamter Beamter vor Ort.
Die Bundesstraße war zur Unfallaufnahme rund eine Stunde lang gesperrt. Der 18-Jährige war aus Richtung Hohenwepel kommend in Richtung Borgentreich gefahren. Nach ersten Ermittlungen war er nach rechts auf den Randstreifen gekommen und gestürzt. Anschließend war er über einen angrenzenden Radweg gerutscht und gegen einen Baum geprallt. Das beschädigte Motorrad wurde von der Polizei sichergestellt.
Mächtig Glück im Unglück hatten vier junge Insassen eines Opel-Astras, der sich gestern morgen nur zehn Minuten später gegen 10 Uhr auf der Landstraße zwischen Rösebeck und Daseburg überschlug. Der Wagen war am Ende einer leichten Linkskurve über die Fahrbahn in ein angrenzendes Kornfeld geraten und rund 50 Meter durch das Ährenfeld gerutscht.
Anschließend hatte sich der Wagen mehrfach überschlagen und war die abschüssige Böschung hinunter wieder auf der Landstraße auf seinen vier Rädern gelandet. "Das hätte schlimmer ausgehen können", berichtete ein Polizeibeamter am Unfallort. Die jungen Leute aus Bühne im Alter zwischen 19 und 27 Jahren verletzen sich bei dem Unfall nur leicht.
Sie wurden mit dem Rettungswagen ins Warburger Krankenhaus gebracht. Bei der Unfallaufnahme stellten die Polizeibeamten fest, dass der 27-jährige Fahrer erheblich unter Alkoholeinfluss stand. Sie ordneten eine Blutprobe und die Sicherstellung des Führerscheins an. Der Sachschaden wird auf 5.000 Euro geschätzt.