Kreis Höxter. Nach den beiden Kutschenunfällen in der vergangenen Woche in Scherfede und bei Gehrden/Niesen (die Neue Westfälische berichtete) hat die Tierrechtsorganisation "PETA" ein Verbot von Pferdekutschen gefordert. "PETA" steht für "People for the Ethical Treatment of Animals" (Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren), die deutsche Vereinigung mit Sitz in Gerlingen ist eine Schwesterorganisation von "PETA" USA.
In einer Stellungnahme gegenüber der NW betonte Dr. Tanja Breining, Kampagnenleiterin bei der Organisation, dass es Zeit werde, dem Beispiel der Stadt Rothenburg ob der Tauber zu folgen, in der vor wenigen Wochen die Verantwortlichen der Kommune nach einigen Unfällen ein entsprechendes Verbot erlassen hätten. "Dieses Verbot hat Vorbildcharakter für ganz Deutschland", so Breining, "denn Pferdekutschfahrten sind eine gefährliche und tierquälerische Tradition. Jedes Jahr kommt es zu zahlreichen Unfällen, Menschen und Pferde werden zum Teil schwer verletzt oder sterben. Muss es auch in Westfalen erst zu einem Todesfall kommen, damit die Behörden reagieren?", fragt die Biologin.
Pferden, die Kutschen zögen, würde jede natürliche Lebensweise abgesprochen. "Bei eisiger Kälte, Regen, Schnee und Rutschgefahr müssen die Pferde schwere Kutschen ziehen und sind einer permanenten Unfallgefahr ausgesetzt. Einige Pferde brechen zusammen oder erleiden Herzinfarkte - so stark werden sie
täglich belastet. Teilweise fahren sie im stärksten Straßenverkehr", berichtet Dr. Breining. "Hinter der äußerlichen Schein-Romantik einer Kutschfahrt verbirgt sich eine grausame, tierquälerische Industrie. Die einzig humane Lösung ist daher ein dauerhaftes Verbot von Kutschfahrten", meint sie. Ziel der Organisation sei es, durch Aufdecken von Tierquälerei, Aufklärung der Öffentlichkeit und Veränderung der Lebensweise jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen. Infos gibt es im Internet unter www.peta.de/pferdekutschen














