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28.12.2009
WELDA
Schock für Einsatzkräfte an Heiligabend
Feuerwehrleute müssen einen 18-jährigen Kameraden aus Unfallauto bergen
VON BURKHARD BATTRAN

Die Unfallstelle an der Autobahnauffahrt | FOTO: DIETER SCHOLZ

Welda. Das war ein Schock für die Kameraden der Löschgruppe Welda. Heiligabend am Mittag mussten sie einen 18-jährigen Kameraden ihrer Feuerwehreinheit schwer verletzt aus einem Pkw bergen.

"Um 12.14 Uhr bekamen wir die Meldung auf einen Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person an der Autobahn-Anschlussstelle der Bundesstraße 252 zur A 44 bei Welda", schildert der Warburger Stadtbrandinspektor und Einsatzleiter Detlef Menne die Ausgangssituation. Ein Pkw war dort mit einem leeren Langholz-Transporter kollidiert. Insgesamt 39 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie Rettungsdienst und Polizei waren in kürzester Zeit vor Ort.

Im Ausfahrtsbereich der Autobahn-Anschlussstelle Warburg bei Welda soll der Lkw, wie die Feuerwehr in ihrem Bericht festgehalten hat, unter Missachtung eines Stoppschildes von der Autobahnausfahrt auf die B 252 abgebogen sein. Mit Schuldzuweisungen hielt sich die Polizei in ihrem gestrigen Bericht zurück. Stellt aber fest, dass der 45-jährige Lkw-Fahrer die Autobahn aus Richtung Dortmund kommend an der Anschlussstelle Warburg verlassen hat, um an der Einmündung zur B 252 nach links in Richtung Warburg abzubiegen. Hierbei stieß er mit einem Pkw zusammen, der aus Richtung Warburg in Richtung Volkmarsen fuhr und sich somit also auf der vorfahrtberechtigten Straße befand.

Der Löschzug Warburg war mit drei Fahrzeugen und die Löschgruppen Germete und Welda jeweils mit zwei Fahrzeugen vor Ort. Insbesondere für die Einsatzkräfte der Löschgruppe Welda war es ein schwerer Schock. Sie kannten den schwarzen Golf, der dort mit der Fahrerseite unter den Sattelschlepper gedrückt worden war. Spätestens, als sie die verklemmte Fahrertür des Fahrzeugs öffneten, wurde aus der Befürchtung traurige Gewissheit. Es handelte sich tatsächlich um ihren Kameraden. Ein junger Feuerwehrmann aus Welda, gerade 18 Jahre alt. Die Kameraden leisteten erste Hilfe bis zum Eintreffen des Krankenwagens und übergaben den Kameraden dann zur weiteren medizinischen Versorgung an den Notarzt. Der schwer verletzte 18-Jährige wurde schließlich ins Warburger Krankenhaus eingeliefert.

"Angehörige des Unfallopfers wurden durch Einsatzkräfte der Feuerwehr betreut und zum Krankenhaus begleitet", sagt Einsatzleiter Menne. Aber auch die Kameraden der Löschgruppe Welda hatten Beistand dringend nötig. "Nach der Durchführung der Erstmaßnahmen wurden die Einsatzkräfte der Löschgruppe Welda aus dem Einsatz herausgelöst und durch Notfallseelsorger im Feuerwehrgerätehaus Welda besonders betreut", berichtet Stadtbrandinspektor Menne.


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