Warburger Land. Eine kleine Ungenauigkeit in den Radionachrichten des WDR sorgten im Warburger Land für reichlich Ratlosigkeit: Statt des Schulausfalls der Stadt Höxter wurde die Schließung aller Schulen des Kreises verkündet. "Ich hatte viele Anrufe von Eltern, die wissen wollten, ob das stimmt", berichtet Ria Hilkenbach, Leiterin der Realschule Willebadessen in Peckelsheim. Sie habe den Eltern geraten, selbst zu entscheiden, ob der Schulweg für die Kinder zu gefährlich ist.
Wegen des Winterwetters und der Falschmeldung fiel der Grundschule in Borgentreich am Ende ganz aus. "Bei uns standen heute Morgen nur 20 Mädchen und Jungen vor der Tür. Wir haben die Eltern angerufen und die Kinder wieder nach Hause geschickt", sagt Schulleiterin Marlies Müller. Sie habe seit Dienstagnachmittag fast pausenlos telefoniert.
Anders war die Situation an der benachbarten Bördelandschule: "Bei uns waren fast alle Schüler da, einige Klassen sogar komplett", sagt die stellvertretende Schulleiterin Gabriele Fisseler auf Anfrage der Neuen Westfälischen. Vor allem Eltern von jüngeren Schülern hätten ihre Kinder zu Hause behalten. Wegen des Wetters wurde der Nachmittagsunterricht hingegen abgesagt. "Wir wollen, dass die Schüler auch sicher wieder nach Hause kommen", so Gabriele Fisseler.
Am Gymnasium Marianum fehlten in den Klassen bis zu einem Drittel der Schüler. Nicht ganz so schlimm war es am Hüffertgymnasium. "Bei solchem Wetter kommt es immer vor, dass ein paar Schüler fehlen", erklärt der stellvertretende Rektor Dieter Jahre. Insgesamt habe das Winterwetter aber wenig Auswirkungen auf den Unterricht gehabt. Das gilt auch für die Graf-Dodiko-Schule: "Unsere Schüler waren sehr tapfer und sind fast alle gekommen", berichtet die neue Schulleiterin Birgit Vonde. Einige auswärtige Schüler wurden jedoch von den Eltern gebracht wurden, weil die Schulbusse ausfielen.
Auch bei der Warburger Stadtverwaltung wurde die falsche Radiomeldung mit Verwunderung aufgenommen. "Wir haben davon gehört", berichtet der erste Beigeordnete, Klaus Braun. Er verteidigte den Entschluss vm Vortag, die Schulen nicht generell zu schließen. "Es war keine einfache Entscheidung, aber sie war richtig, auch wenn man das ganz sicher erst im Nachhinein weiß", so Braun. Es habe wetterbedingt lediglich einige Schulbusverspätungen gegeben.
Mit Verspätung begannen auch einige Schulstunden an der Realschule in Peckelsheim und der Grundschule in Willebadessen. "Vor allem aus den Außenbezirken wie Ikenhausen und Altenheerse kamen die Schulbusse später", berichtet Ria Hilkenbach von der Realschule. Bis auf ganz wenige seien die Schüler aber schließlich da gewesen.














