Warburg/Vöhl (scho). Ein Sonargerät sollte den Weg aufzeigen: Doch auch diese Suche nach dem im Eis eingebrochen Eisangler aus Herlinghausen führte nicht zum erhofften Erfolg (die NW berichtete bereits gestern). "Der Eisangler bleibt weiterhin verschwunden", meldet die Korbacher Polizei.
Das Sonargerät ist die neueste Errungenschaft der hessischen Wasserschutzpolizei. "Das Gerät wird in geringem Abstand hinter einem Boot hergezogen und sendet Ultraschallwellen aus, die vom Untergrund und von Objekten im Wasser reflektiert werden", erklärte Gerd Paulus von der Wasserschutzpolizei in Waldeck, der den Einsatz leitete. Die gelieferten Daten werden auf einem Monitor sichtbar gemacht. Der Sucherfolg hänge wesentlich von der Erfahrung des Bildauswerters ab, so Paulus. Aus diesem Grund wurden zwei Experten von der Wasserschutzpolizei aus Germersheim in Rheinland-Pfalz und aus Wiesbaden mit der Auswertung der Bilder betraut. Nach rund vier Stunden wurde am Donnerstag die intensive Suche abgebrochen, so dass die 25 Mann der beiden bereit gehaltenen Tauchergruppen aus Mülheim und Mainz-Kastell nicht zum Einsatz kamen.
"Der Einsatz des Sonargerätes ist sehr zeitaufwändig und kann daher nicht auf den ganzen See ausgedehnt werden", sagte Polizeisprecher Volker König gegenüber der Neuen Westfälischen. Die technische Suche nach dem Vermissten werde jetzt eingestellt. "Die Suche in den Uferregionen durch die Wasserschutzpolizei und die Streifen der Polizeireviere Korbach, Frankenberg und Bad Wildungen bleibt aber nach wie vor bestehen", so König.
Der vermisste 54-Jährige aus Herlinghausen war am Donnerstag, 25. Februar, bei Vöhl auf dem zugefrorenen See eingebrochen. Sein 58-jähriger Begleiter und eine 36-jährige Anwohnerin, die beide helfen wollten, brachen ebenfalls ein. Sie konnten gerettet werden und wurden stark unterkühlt ins Krankenhaus gebracht. Nach dem 54-Jährigen war im See und am Ufer bisher mehrmals erfolglos gesucht worden.