Mittelalter-Spektakel am Samstag, 27. und Sonntag, 28. März
Warburg. Bereits zum elften Mal lädt die Warburger Werbegemeinschaft zum mittelalterlichen Spektakel ein. Am Samstag, 27. und Sonntag, 28. März, tummeln sich Ritter, Kaufleute und Gaukler in der Neustadt. Rund 40 Marktstände laden Besucher zum Verweilen und Staunen ein.
Güter wie aus einer anderen Zeit, deftiges Essen wie Schwein am Spieß oder leckeres Gesöff wie Met-Wein halten die Kaufleute an ihren Stände für Neugierige bereit. Dabei gibt es viel zu sehen: Frauen kann beim Wirken in der Kochecke über die Schulter geschaut werden, die Männer präsentieren Rüstungen und Waffen.
Die musikalische Unterhaltung ist ebenfalls mittelalterlich. Laute, Pandorra, Drehleier und Dudelsack heißen die Instrumente, die die "Goselagerer" beherrschen. Beinahe 20 Instrumente spielen die Gaukler, die schon zum zehnten Mal beim Mittelalter-Spektakel dabei sind. Auch mit kurzweiligen Anekdoten werden sie ihr Publikum unterhalten. Svend wird die Spektakel-Besucher außerdem mit mittelalterlicher Magie verzaubern. Zu seiner professionellen Magie-Schau zählen unter anderem die Hexenprüfung und die Gift probe.
Auch "Heidenlärm" aus Berlin sind keine Unbekannten mehr in Warburg. Die mittelalterlichen Lautenschläger sind zum dritten Mal in der alten Hansestadt zu Gast. Das harmonische Vierergespann, das sich 2004 in einer Taverne gründete, versteht es meisterlich, Lieder zu "zerstückeln und neu zusammenzusetzen", wie sie selbst sagen.
Einer der Höhepunkte des zweitägigen Festes werden die Kämpfe sein, denen die Zuschauer beiwohnen können. Nicht nur mit der Klinge, sondern auch mit dem Mundwerk werden die Kämpfer der Rittergruppe Freyschar zu Bockenrode gegeneinander antreten. Die 15-köpfige Ritterschar reist mit mehreren Zelten an. Darin werden sie während des Spektakels auch schlafen.
Die tapferen Ritter können allerdings nicht nur mit mittelalterlichen Waffen kämpfen. Sie beherrschen auch das Spiel mit dem Feuer: Mit einer Feuershow wollen sie das beweisen, die Funken an Warburgs Nachthimmel sprühen lassen und hoffentlich viele tausend Besucher anlocken.
Etwa 40 Marktstände in der Innenstadt laden zum Entdecken und Staunen ein. Und natürlich zum Essen und Trinken von Schwein, Met und anderen typisch mittelalterlichen Leckereien. Der Geheimtipp aber ist der Samstagabend, wenn die mittelalterliche Gemeinschaft noch bis spät in die Nacht feiert und zum gemütlichen Verweilen einlädt. Bei stimmungsvoller Beleuchtung können Besucher gemeinsam mit den Gauklern, Musikern und Rittern Met, Likör oder süffiges Bier unter freiem Himmel trinken.