Blauröcke rückten in der Nacht zu Montag zwei Mal aus / Mehrere Schwerverletzte und 140.000 Euro Schaden
Warburg (NW/jule). Zu zwei Einsätzen musste die Warburger Feuerwehr in der Nacht zu Montag ausrücken. Um kurz vor 1 Uhr war auf der Autobahn 44 in Richtung Kassel ein Kleintransporter auf einen britischen Militär-Lkw aufgefahren - vermutlich aus Unachtsamkeit.
Zur Rettung des Transporter-Fahrers und zur Bergung des Fahrzeugs durch die Wehren aus Warburg und Welda wurde die Autobahn zwischen Diemelstadt und Warburg für mehrere Stunden voll gesperrt.
Der 24-jährige Fahrer des aufgefahrenen Kleintransporters war eingeklemmt und musste von den Feuerwehrleuten mit der Rettungsschere aus dem Wagen befreit werden. Der Kasseler hatte schwere Kopfverletzungen und wurde in das städtische Klinikum Kassel eingeliefert. Die ebenfalls verletzte 24-jährige Beifahrerin, die scheinbar bis zum Unfall geschlafen hatte, wurde von den Einsatzkräften erstversorgt und schließlich ins Krankenhaus nach Bad Arolsen gebracht. Sie konnte das Krankenhaus jedoch noch in der Nacht wieder verlassen. Bis Montagmorgen um 6.30 Uhr war die Autobahn Richtung Kassel komplett gesperrt. Die Insassen des britischen Militärfahrzeugs blieben unverletzt. Der Sachschaden liegt bei rund 20.000 Euro.
In dem kilometerlangen Stau, der sich während der Bergungsarbeiten bildete, kam es zu einem weiteren Unfall mit vier Lkw. Verursacher dieses Unfalls war ein 62 Jahre alter Lkw-Fahrer aus Dortmund, der am Stauende ungebremst auf einen Cloppenburger Lkw auffuhr, der von einem 49-Jährigen gesteuert wurde. Dessen Fahrzeug wurde wiederum auf den vor ihm stehenden Lkw eines 52-Jährigen aus Fröndenberg/Ruhr geschoben. Die Kettenreaktion dieses Auffahrunfalls endete am Heck eines Lkw aus Paderborn. Zwei der Männer wurden schwer verletzt. Die Feuerwehr aus Diemelstadt war bei diesem Unfall im Einsatz. Der Schaden liegt bei rund 120.000 Euro.
Wenige Minuten vor dem schweren Auffahrunfall mussten Feuerwehrleute aus Warburg, Germete, Scherfede und Welda ebenfalls zur A 44 ausrücken. In der gleich Fahrtrichtung hatten zwei Lkw nacheinander auf der Fahrbahn liegende Reifenteile überfahren und sich dadurch die Dieseltanks bzw. die Leitungen zwischen den Tanks beschädigt.
Die Löschgruppe Germete verhinderte, dass sich mehr Diesel ausbreitete. Die Einsatzstelle wurde abgesichert und beleuchtet, ausgelaufener Kraftstoff wurde abgestreut und gebunden. Die Lecks wurden weitgehend abgedichtet und Leckagemengen mit Wannen aufgefangen, so die Feuerwehr. Vorbereitungen zum Umpumpen wurden getroffen.
Ein Fachentsorger nahm mit einem Saugwagen den aufgefangenen Dieselkraftstoff auf und entleerte an beiden Lastkraftwagen die beschädigten Tanks.
Die Fahrbahn an der Einsatzstelle wurde abschließend mit Ölbindemittel gereinigt. Bis 7.30 Uhr morgens waren die Feuerwehrleute im Einsatz.