Stuttgart/Kreis Höxter. Zum fünften Mal treten ab dem 3. Juni 34 Schornsteinfeger aus ganz Deutschland gemeinsam in die Pedale ihrer Fahrräder. "Eine Welt ohne Kinder ist wie ein Himmel ohne Sterne" ist das Motto ihrer Glückstour 2010. Aus dem Kreis Höxter sind auch in diesem Jahr drei Laminkehrer auf ihren Rennrädern dabei: Olaf Meiners aus Willebadessen, Jochen Loke aus Bad Driburg und Dietmar Weber aus Menne.
Sie radeln mit der Glückstour des Vereins "Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern" bis zum 9. Juni von Stuttgart nach Bremen.
Das ganze vergangene Jahr haben sich die drei Schornsteinfeger auf die Radtour vorbereitet, und das nicht nur sportlich auf ihren Rädern: "Unser Startgeld ist eine Spende von jeweils mindestens 500 Euro", erläutert Jochen Loke, dass zur Tour nicht nur eine gute Ausdauer mitzubringen ist. "Ich spreche innerhalb der Kundschaft einfach alle an." In den sieben Tagen mit rund 120 bis 140 Kilometer Fahrstrecke pro Tag sammeln die Fahrer unterwegs fleißig weiter, die sie auch direkt vor Ort verteilen. Spendenwillige Firmen werden ebenso besucht wie Einrichtungen und Initiativen, die Unterstützung brauchen.
Immer populärer wurde in den vergangenen fünf Jahren die Glückstour, sicherlich auch durch Schirmherren wie die Radprofis Erik Zabel und Udo Bölts oder Minister Karl-Theodor zu Guttenberg, der 2009 die Glückstour (Spendensumme: 81.000 Euro) in Berlin auf die Reise schickte. "Es geht kein Cent verloren, die komplette Summe steht der Krebsforschung oder Initiativen für die Betroffenen zur Verfügung. Eine optimale medizinische Versorgung ist genauso wichtig, wie den kranken Kindern und Familien Kontakte und Freizeitmöglichkeiten zu eröffnen", macht Dietmar Weber deutlich, was ihm besonders wichtig ist.
Die gesamten Reisekosten tragen er, Jochen Loke und Olaf Meiners selbstverständlich selbst. Der Verein "Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern" kümmert sich lediglich um die Organisation der Strecke, samt Übernachtungsmöglichkeiten und Verpflegung. "Das ist doch das Geringste, was wir tun können", sagt Olaf Meiners, der bereits zum dritten Mal dabei ist. Er zieht symbolisch seinen Zylinder vor der Arbeit und dem Leben mit der Krankheit Krebs: "Was von den Kindern, Eltern und Medizinern geleistet wird, dass ist enorm und muss unterstützt werden." So kam er mit dem Geschäftsführer des Hotels "Der Jägerhof" in Willebadessen zusammen. Kai-Uwe Kislat hatte bis 2008 den Erlös aus einer ganzjährigen Losaktion für seine Hotelgäste der Kinderkrebshilfe überwiesen, seit 2009 gibt er nun das Geld "seinen" Schornsteinfegern persönlich mit. 500 Euro sind es in diesem Jahr: "Damit ist Hilfe für uns noch ein wenig transparenter geworden. Ich kann die Tour und die Projekte verfolgen. Das hat mich überzeugt."
Durch den Kreis Höxter kommt die Tour in diesem Jahr nicht, an Bad Wünnenberg vorbeiradelnd machen die Schornsteinfeger am 7. Juni in Paderborn Station. Am Kreishaus ist eine Typisierungsaktion für den dreijährigen Milan aus Bremen geplant. Die Hansestadt ist als Ausrichter des Bundesverbandstages auch Ziel der Schornsteinfeger am Ende ihrer Glückstour.
Infos rund um die Initiative auf folgenden Internetseiten:
www.schornsteinfeger-helfen.de und
rkk.gluecksfeger.de