Warburg/Göteborg (bat). Es bleibt die Hoffnung auf ein Wunder. Die Suche nach dem seit dem 27. Mai offiziell als vermisst gemeldeten Warburger Segler Johannes D. (23), ist eingestellt worden. Die schwedischen und dänischen Rettungsorganisationen, die maßgeblich die Suche organisiert hatten, glauben nicht mehr, dass Johannes D. noch lebend gefunden werden kann.
Seit Pfingstmontag ist der Geografiestudent in der westlichen Ostsee im Gebiet des Kattegats zwischen Dänemark und und Schweden auf See verschollen. Inzwischen ist die Leiche des am Sonntag an der schwedischen Westküste 40 Kilometer südlich von Göteborg im Wasser treibenden Mannes eindeutig als der 61-jährige Thomas H. aus Bremen identifiziert worden. Auch bei dem vor wenigen Tagen gefunden Boot handele es sich tatsächlich um die Segel-Schaluppe "Benjamin", hat die Familie bestätigt.
Thomas H. hatte das Boot eben erst in Göteborg gekauft. Zusammen mit Johannes D. wollten sie das Boot nach Bremen segeln. Die Schaluppe verfügte nicht über einen Motor. Navigiert wurde mit Kompass und GPS. Die Route sollte von Göteborg über die Insel Laesö zur dänischen Küste und durch den Limfjord zur Nordsee und dann an der Küste in südlicher Richtung nach Deutschland führen. Die schwierigste Passage des Törns war die erste Etappe von Göteborg zur Insel Laesö. Sie führt 50 Kilometer über die offene See. Alle weiteren Etappen waren aus seemännischer Sicht deutlich einfacher.
Unklare Umstände
Auf der zweiten Tagesetappe von Laesö zum Limfjord am dänischen Festland, die nur 20 Kilometer über das offene Meer führt, sind die Segler am Pfingstmontag verloren gegangen.Am Mittwoch hatten schwedische Medien gemeldet, dass in Nähe der Insel Anholt eine sechs Meter lange Jolle im Meer treibend gefunden wurde. Sie war vollgelaufen und trieb als Wrack an der Wasseroberfläche. Gegenstände befanden sich nicht mehr darin. Gepäck und Segelzeug müssen ins Meer gespült worden sein, ebenso wie die beiden Segler.
Über die Umstände, die zu dem tragischen Unglück geführt haben, herrscht Unklarheit. Die Schäden am Boot weisen darauf hin, dass der Mast aus seiner Verankerung im Boot gerissen wurde. Dabei hat der Rumpf ein Leck bekommen und das Boot ist voll Wasser gelaufen. Unfallursache könnten plötzliche, stürmische Winde gewesen sein.
Von Johannes D. fehlt nach wie vor jede Spur. Der Student aus Warburg gilt weiterhin als vermisst.














