Warburg. "Die Straßen sind dann frei", meldet der Bürgermeister. Bis zur 62. Auflage der Warburger Oktoberwoche werden die Bauarbeiten am Paderborner Tor beendet sein, verspricht Michael Stickeln. Dem Oktoberwochen-Umzug stehe nichts im Wege. "Warburg bewegt sich", lautet in diesem Jahr das Motto.
Zur einer ersten Besprechung fanden sich am Montagabend Verwaltung, Organisationsteam und interessierte Festzugsteilnehmer in der Diemelhütte ein, auch ein Dankeschön für das Mittun im vergangenen Jahr.
Oktoberwochen-Manager Norbert Hoffmann hatte beeindruckende Zahlen im Gepäck: Die Veranstalter rechnen mit rund 2.000 jungen Warburgern, die sich im Zug präsentieren werden. Kinder und Jugendliche aus den Warburger Kindergärten, Schulen und dem Heilpädagogischen Therapie- und Förderzentrum (HPZ). "Rund 90 Fußgruppen und 50 dekorierte Festwagen", so schätzt Hoffmann werden sich am Mittwoch, 6. Oktober, im Oktoberwochen-Lindwurm durch die Innenstadt schlängeln. Dazu kommen die Musikkapellen und die Abordnungen der Reitvereine aus Warburg und Germete. Im vergangenen Jahr hatte sich der letzte Wagen im Zug in Bewegung gesetzt, als der erste das Festgelände gerade erreichte. "Das könnte diesmal durchaus getoppt werden", meint der Oktoberwochen-Chef gegenüber der NW. Rund 10.000 Leute, so schätzte in 2009 die Polizei, werden wieder an den Straßenrändern den Umzugsteilnehmern zujubeln.
"Eine Neuerung wird es geben", gab Hoffmann bekannt. Stellten sich die Zugteilnehmer bisher in umgekehrter Zugreihenfolge auf, so wird es jetzt anders herum sein. "Aus Sicherheitsgründen", begründet Hoffmann, "wird sich so aufgestellt, wie auch gegangen wird". Es sei schlichtweg zu gefährlich, wenn die großen Zugmaschinen und Wagen an den wartenden Kindern entlang der Calenberger Straße vorbeiziehen würden.
Dachlatten und Pappen: Material für die Festwagen gibt es ab sofort beim Bauhof zu den Öffnungszeiten werktags zwischen 8 und 16 Uhr. "Für die Teilnahme zahlen wir auch einen Obolus", sagt Hoffmann. Für jeden Themenwagen 105 Euro, für Fußgruppen bis zu zehn Personen 30 Euro, für Gruppenstärken darüber 55 Euro, Chauffeure erhalten 30 Euro.
Großes kündigen die Macher der neun Festtage des größten Volksfestes in der Region zwischen Paderborn und Kassel an: Ein Riesenrad wird im Mittelpunkt des Jahrmarkt-Rummels stehen. Die Attraktion wird von den Warburger Oktoberwochen-Fans seit Jahren sehnsüchtig erwartet. "48 Meter hoch, zwölf mehr als das letzte, das sich am Warburger Fest-Horizont abzeichnete", sagt Norbert Hoffmann. In den Gondeln des "Roue Parisienne" können am Abend die Besucher des nostalgischen Riesenrads hoch über den Dächern der Stadt schweben. "Unser Riesenrad gehört zu den großen in Europa", sagt Betreiber Michael Burghard aus Dortmund. Wer so richtig durchgerüttelt werden will, der ist nur wenige Meter weiter genau richtig. "Nervenkitzel bietet der Fliegende Teppich", bemerkt Marita Nolte vom Organisatoren-Team. "Eine Fahrattraktionen aus Tausend und einer Nacht", schiebt Hoffmann nach. Der Rummelplatz sei noch nie so voll gewesen wie in diesem Jahr.
Landrat Friedhelm Spieker wird als Schirmherr der 62. Warburger Oktoberwoche am Samstag, 2. Oktober, im Festzelt das erste Fass des süffigen "Warburger Urtyps" anstechen. "Nehmen Sie sich am besten Urlaub, damit sie die neun Tage ausgiebig feiern können", bemerkte Bürgermeister Michael Stickeln beim Dankeschön-Abend.