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18.07.2011
WARBURG
Daumen hoch für einen tollen Tag
Vom Neustädter Marktplatz bis zum Festivalgelände: Warburg kommt an
VON DIETER SCHOLZ

Launig | FOTO: HEINZ WRONKER

Warburg. Dem ist kaum etwas hinzuzufügen: "What’s a lovely sunny day", begrüßte Samu Haber, Sänger der finnischen Band Sunrise Avenue, die nach Angaben des Veranstalters zu diesem Zeitpunkt rund 16.000 Besucher auf dem Festivalgelände. "Was für ein sonniger Tag", die Bemerkung brachte die Atmosphäre in der Stadt auf den Punkt.


Entspannt ging’s zu beim "WDR2 für eine Stadt"-Festtag in der ganzen Stadt an der Diemel zu. Weltstars waren an der Diemel zu Gast: Milow, Mike & the Mechanics, I Blame Coco, Alphaville, Selig und die besonders bei den Teenies angesagten Musiker von Sunrise Avenue rockten beim Open-Air auf dem Schützenplatz die Bühne. "Wunderbar", bekundete immer wieder Bürgermeister Michael Stickeln und hörte nicht auf, besonders die Organisation der Veranstaltung zu loben. Das Wetter stimmte, die Musik war erstklassig, Gäste und Warburger gut drauf.

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Bereits am Vormittag war die Stadt gut besucht. Die gesamte Innenstadt für den Autoverkehr gesperrt, flanierten Besucher und Fans durch Warburgs gute Stube. Ab 11.05 Uhr sendete der Kölner Radiosender live aus der alten Hansestadt, die in diesem Jahr das 975-jährige Jubiläum ihrer ersten urkundlichen Erwähnung feiert. Auf dem Markplatz gaben die Stars, die am Nachmittag und Abend das Programm des Freiluft-Konzerts bestritten, erste Interviews, berichteten von ihren Eindrücken, standen Radio-Moderatoren Rede und Antwort. Und Warburg brachte Superstar Milow spontan ein Ständchen: Der Belgier hatte tags zuvor Geburtstag gefeiert. Den dreißigsten.

Neun Stunden voller Popmusik auf dem Festivalgelände: Bis eine Viertelstunde nach Mitternacht der Schlussapplaus für Milow verebbte. Wer bis dahin immer noch nicht genug hatte, feierte in der Schützenhalle bei der großen After-Show-Party weiter. "Ich hab mir vor dem Konzert wahnsinnig viele Sorgen gemacht, dass ich vielleicht als einziger Künstler im Regen auftreten muss und dass die Leute alle weglaufen, wenn ich komme", sagte Superstar Milow kurz nach seinem frenetisch gefeierten Auftritt. Bürgermeister Michael Stickeln konnte den belgischen Sänger beruhigen. "Das ist der Vorteil, dass wir ganz am Rand von Nordrhein-Westfalen liegen. Das schlechte Wetter erreicht uns immer erst viel später". Tatsächlich hatte es sich bereits im ganzen Land eingeregnet, während Milow auch seine Zugaben noch unter einem sommerlich milden und trockenen Warburger Nachthimmel präsentieren konnte. Wie so viele auf dem Schützenplatz.

"Super Stimmung und jede Menge gute Laune", kommentierte Besucher Ralf Hartmann (35) aus Schöppingen. "Und ungemein freundliche Gastgeber".

Erfolgreiches Konzept

Das Großereignis ist aus polizeilicher Sicht erfolgreich verlaufen. Nennenswerte Störungen habe es nicht gegeben, meldete gestern Polizeidirektor Jürgen Koch. Das im Vorfeld erstellte Sicherheitskonzept sei voll aufgegangen. Für die Sicherheit der etwa 20.000 Besucher sorgten neben den Beamten der Kreispolizeibehörde Höxter auch Beamte der Hundertschaft Bielefeld und der Verkehrsdienste der Nachbarbehörden, die Bahnpolizei Münster sowie die Reiterstaffel aus Dortmund. "Während des gesamten Veranstaltungstages fühlten sich die Besucher sicher", sagte Jürgen Koch.



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Kommentare
Ich kann die positive Berichterstattung über die gute Organisation nicht ganz nachvollziehen. Nachdem man an den vollen Parkplätzen vorbeigewunken wurde, musst man auf Parkplatz 3 erfahren, dass es keinen Shuttleservice gab, sondern, dass man mit einem Taxi fahren konnte von dem nicht klar war, wann es denn wieder zurückfuhr.
Da ich nur auf der Durchreise war, habe ich mir das Event dann geschenkt...

Die Erfahrung von Volker kann ich nur bestätigen.

Aber es war trotzdem große Klasse

Gruß H1,

Ich kann Hr. Krüger nur zustimmen: perfekt organisiert von WDR2 und den örtlichen Veranstaltern, aber deutliche Kritik an Festwirt Meilenbrock. Auch ich empfand die Preise als Zumutung (ging davon wenigstens ein Teil an die Refinanzierung der Veranstaltung oder nur in die Taschen von Meilenbrock?). Ich konnte mich auch an diversen Buden von der Unfähigkeit der jeweiligen Crew überzeugen. Entweder füllte der Zapfer jedes Glas einzeln oder die restlichen Mitarbeiter standen sich gegenseitig im Weg. Schön auch, dass ein Zapfer bei seiner Arbeit am rauchen war und die Asche vom Winde verweht wurde - bestimmt auch einige Partikel in die Gläser.
Mein Fazit; dickes Plus für WDR2, Lob an Warburg, rote Karte für den Festwirt!

"WDR2 für eine Stadt" in Warburg am letzten Samstag war wirklich ein einmaliges kulturelles Event. Was auf der einen Seite wirklich top gelungen war, war das minutiöse Timing der Live-Auftritte, die Qualität der auftretenden Bands und die wirklich professionelle Gestaltung des Festplatzes samt Sicherheitsdienst. Aber ganz und gar nicht gefallen konnte - wie Sie in Ihrem Bericht auch angedeutet haben - die Festbewirtung. Daß die gegenüberliegende Tankstelle zu einer Abfüllstelle für jugendliche Besucher verkam, darf angesichts der völlig überdimensionierten Preise nicht verwundern. Während alles umsonst war und es keinerlei Gewalttätigkeiten festzustellen waren, musste der Festwirt so drastisch aus der Rolle fallen. 2,50 Euro für 0,3 Liter Germeter Wasser aus der nahen Quelle abgezapft und die 3 Euro für preisgünstigstes Warburger Bier sind die eine Seite. Lustlose, teilweise sogar betrunkene Bedienungen hinter den viel zu wenigen Getränkeständen waren dann doch des Guten zuviel. Wartezeiten von 30 Minuten waren keine Seltenheit. Daß dann aber noch der Zapfer sich genüßlich innerhalb dieser langen Zeit des Wartens vor aller Augen selbst zwei Bierchen reinpfeift, hat der ganzen Veranstaltung mehr als geschadet. Schade, daß eine so schöne Veranstaltung durch derartig unangenehme Begleiterscheinigungen einen negativen Touch erhält, der nicht hätte sein müssen...


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