Warburg. Dem ist kaum etwas hinzuzufügen: "What’s a lovely sunny day", begrüßte Samu Haber, Sänger der finnischen Band Sunrise Avenue, die nach Angaben des Veranstalters zu diesem Zeitpunkt rund 16.000 Besucher auf dem Festivalgelände. "Was für ein sonniger Tag", die Bemerkung brachte die Atmosphäre in der Stadt auf den Punkt.
Entspannt ging’s zu beim "WDR2 für eine Stadt"-Festtag in der ganzen Stadt an der Diemel zu. Weltstars waren an der Diemel zu Gast: Milow, Mike & the Mechanics, I Blame Coco, Alphaville, Selig und die besonders bei den Teenies angesagten Musiker von Sunrise Avenue rockten beim Open-Air auf dem Schützenplatz die Bühne. "Wunderbar", bekundete immer wieder Bürgermeister Michael Stickeln und hörte nicht auf, besonders die Organisation der Veranstaltung zu loben. Das Wetter stimmte, die Musik war erstklassig, Gäste und Warburger gut drauf.
Bereits am Vormittag war die Stadt gut besucht. Die gesamte Innenstadt für den Autoverkehr gesperrt, flanierten Besucher und Fans durch Warburgs gute Stube. Ab 11.05 Uhr sendete der Kölner Radiosender live aus der alten Hansestadt, die in diesem Jahr das 975-jährige Jubiläum ihrer ersten urkundlichen Erwähnung feiert. Auf dem Markplatz gaben die Stars, die am Nachmittag und Abend das Programm des Freiluft-Konzerts bestritten, erste Interviews, berichteten von ihren Eindrücken, standen Radio-Moderatoren Rede und Antwort. Und Warburg brachte Superstar Milow spontan ein Ständchen: Der Belgier hatte tags zuvor Geburtstag gefeiert. Den dreißigsten.
Neun Stunden voller Popmusik auf dem Festivalgelände: Bis eine Viertelstunde nach Mitternacht der Schlussapplaus für Milow verebbte. Wer bis dahin immer noch nicht genug hatte, feierte in der Schützenhalle bei der großen After-Show-Party weiter. "Ich hab mir vor dem Konzert wahnsinnig viele Sorgen gemacht, dass ich vielleicht als einziger Künstler im Regen auftreten muss und dass die Leute alle weglaufen, wenn ich komme", sagte Superstar Milow kurz nach seinem frenetisch gefeierten Auftritt. Bürgermeister Michael Stickeln konnte den belgischen Sänger beruhigen. "Das ist der Vorteil, dass wir ganz am Rand von Nordrhein-Westfalen liegen. Das schlechte Wetter erreicht uns immer erst viel später". Tatsächlich hatte es sich bereits im ganzen Land eingeregnet, während Milow auch seine Zugaben noch unter einem sommerlich milden und trockenen Warburger Nachthimmel präsentieren konnte. Wie so viele auf dem Schützenplatz.
"Super Stimmung und jede Menge gute Laune", kommentierte Besucher Ralf Hartmann (35) aus Schöppingen. "Und ungemein freundliche Gastgeber".
Erfolgreiches Konzept
Das Großereignis ist aus polizeilicher Sicht erfolgreich verlaufen. Nennenswerte Störungen habe es nicht gegeben, meldete gestern Polizeidirektor Jürgen Koch. Das im Vorfeld erstellte Sicherheitskonzept sei voll aufgegangen. Für die Sicherheit der etwa 20.000 Besucher sorgten neben den Beamten der Kreispolizeibehörde Höxter auch Beamte der Hundertschaft Bielefeld und der Verkehrsdienste der Nachbarbehörden, die Bahnpolizei Münster sowie die Reiterstaffel aus Dortmund. "Während des gesamten Veranstaltungstages fühlten sich die Besucher sicher", sagte Jürgen Koch.
Da ich nur auf der Durchreise war, habe ich mir das Event dann geschenkt...