Kreisumweltausschuss informiert sich über mögliches Erdgas-Fracking im Kreis Höxter
Kreis Höxter. Adler und Falke heißen die Erdgassuchfelder, die sich über den halben Kreis Höxter erstrecken. Den Zugriff darauf hat der kanadische Energiekonzern BNK Petroleum und sichert sie damit vor dem Zugriff der nicht minder rührigen Konkurrenz. Nach entsprechender Genehmigung könnten hier in zwei Jahren die ersten Probebohrungen erfolgen. Die Firma stellte ihre Pläne im Kreisumweltausschuss vor.
Fünf bis zehn Bohrungen, drei bis fünf Kilometer in der Horizontalen. "In acht Jahren die erste Bohrung bis zu 2.000 Metern in der Vertikalen, in zehn Jahren Produktionsbeginn", erklärte Dieter Wehmeyer von der deutschen BNK-Tochter in Frankfurt den Zeitplan.
Bei den Energie-Giganten herrscht Goldgräberstimmung. Aber Deutschland liegt nicht im Wilden Westen, und Erdgas zählt hier auch nicht wie beispielsweise in den USA zu den freien Bodenschätzen. Der Staat bestimmt die Spielregeln und vergibt die Konzessionen. Für die praktische Durchführung in NRW ist die Abteilung Energie und Bergbau der Bezirksregierung Arnsberg zuständig. Anfang September 2011 informierten Reinhard Bonsch und Wolfgang Dronia im Umweltausschuss des Kreises Höxter über die Verfahrensweisen der unkonventionellen Erdgasgewinnung und die Hürden im Genehmigungsverfahren.
Jetzt hatte der Ausschuss unter Leitung von Paul Gemmeke mit Dieter Wehmeyer einen Vertreter von BNK Petroleum eingeladen, um sich aus Sicht des Unternehmens zu informieren.
Nach den ersten Hiobsbotschaften über das hohe Risikopotenzial der Erdgasförderung durch das sogenannte Fracking-Verfahren (unter anderem waren bei einer 1.300 Meter tiefen Frac-Bohrung des Öl-Riesen Exxon Mobil in Nordwalde 25 Kubikmeter Dieselöl per Druckluft in das Gestein gepresst worden, um Aufbrüche hervorzurufen und das eingeschlossene Gas freizusetzen), herrscht momentan relative Ruhe auf dem Sektor.
So liegt derzeit ein Erlass des NRW-Wirtschaftsministeriums im Benehmen mit dem NRW-Umweltministerium vom 18. November 2011 vor: Danach müssen alle Unternehmen, die eine Probebohrung nach Erdgas beantragen, zusichern, dass sie bis zur Vorlage eines von der Landesregierung in Auftrag gegebenen Gutachtens aktuell und zukünftig auf Bohrungen mittels Frac-Maßnahmen verzichten. "Ohne Fracking geht es nicht", sagte Dieter Wehmeyer, der das Unternehmen und die technischen Vorgehensweisen bei der Erdgasgewinnung ausführlich darstellte.
Auch kritischen Frage stellte er sich. Nicht zuletzt auch deshalb, weil es vor der im Kreis Höxter längst berüchtigten gleichbleibend freundlichen, aber hartnäckigen Beharrlichkeit von Martina Denkner (Grüne) so leicht kein Entkommen gibt. Von gewalttätigen Auseinandersetzungen mit seiner Firma habe er allerdings noch nie gehört, blieb er fest. "Eine ganz, ganz ungute Situation", bewertete Denkner und gab ihm den Tipp, "einmal unter Auslandsjournal zu googlen."
Die Frage, ob das Unternehmen Rückstellungen für den Fall von Umweltschäden einstelle, war leichter zu beantworten. "Sicher", erklärte er. Dies geschehe, sobald mit der Bohrung angefangen werde, und zwar in der Höhe, dass der gesamte Platz rückgebaut werden könne. Für eine einzelne Explorationsbohrung beliefe sich die Rücklage auf 750.000 Euro. Er verdeutlichte, dass BNK Petroleum sich seiner Verantwortung bewusst sei und sie sehr ernst nehme. Dies auch bezüglich der im Zuge der beim Fracking eingesetzten Chemikalien.
""Und an die Frac-Kritiker: Wenn das Fraccen so gefährlich sein soll, warum ist dann bisher kein einziger Fracunfall aus Deutschland (hier wird Hydraulic Fracturing seit 1961 eingesetzt) oder Österreich (seit 1957) dokumentiert?""
Nur weil Sie schlecht informiert sind denken Sie daß sie recht haben.Schauen Sie mal auf die Seite
"Gegen Gasbohren".Ihnen werden die Augen tränen.Außerdem gab es bereits Sendungen vom
NDR,Monitor,Sat3 zu dem Tema Störfälle in Söhlingen und nicht nur da.
Verrostete Leitungen,verseuchter Boden,verseuchtes Grundwasser usw.
Leitungen die für die Durchleitung bestimmter giftiger Zusätze garnicht geeignet sind,freigesetzte
Radioaktivität durch Lösungsvorgänge im Gestein.
Und wo kommt das wieder hochgepumpte Giftwasser hin ?? In eine Bohrung zum Beispiel.
Alles 100% sicher,auf immer und ewig !!