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07.02.2012
RIMBECK
"Klares Konzept mit Perspektiven"
Gewerkschaft spricht sich für Butterei-Erhalt aus

Rimbeck (sf). Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kritisiert das Werksstrukturkonzept des Deutschen Milchkontors (DMK), das unter anderem eine Schließung der Butterei im Milchwerk Rimbeck vorsieht. Das würde 23 Arbeitsplätze kosten. Die Entscheidung über die Umsetzung des Konzeptes bezogen auf alle DMK-Standorte ist bei der Sitzung des Aufsichtsrates am 15. Februar von der Tagesordnung genommen worden (die NW berichtete), um einen Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft WMP genau zu prüfen. Dieser war vom Gesamtbetriebsrat in Auftrag gegeben worden, nachdem DMK die geplanten Veränderungen in der Werksstruktur auf den Tisch gebracht hatte.

Das DMK-Konzept mit Schließung und Umstrukturierung ist laut NGG "wirtschaftlich zu wenig durchdacht": "Eine Umsetzung wäre Aktionismus, der Rimbeck und DMK insgesamt womöglich teuer zu stehen kommen kann", sagt Achim Wiese, Geschäftsführer der Gewerkschaft NGG-Region Detmold-Paderborn. "Wir fordern vom Management ein klares Konzept mit Perspektiven für Rimbeck." Die NGG kritisiert, dass keine wirtschaftlichen Erfolgsrechnungen für die einzelnen Verlagerungen, wie zum Beispiel die Schließung der Butterei in Rimbeck, durchgeführt worden seien. "Aus Sicht der Gewerkschaft führen einzelne Maßnahmen zu Amputationen des jeweiligen Werkes, ohne dass ein Zukunftskonzept für die verbliebenen Rumpfstandorte vorgelegt wurde." Das DMK würde an den von Verlagerungen betroffenen Standorten eine Kostensituation hinterlassen, die das Werk für die Zukunft nicht absichere, sondern gefährde, so die Gewerkschafter weiter. "DMK kann nicht an demotivierten Belegschaften in Rumpfstandorten mit verschlechterter wirtschaftlicher Struktur interessiert sein", betont Wiese.

Die Butterei-Schließung und die Situation der Mitarbeiter waren auch Thema eines Gesprächs des Rimbecker Betriebsratsvorsitzenden Uwe Kohlmeyer mit dem heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Jürgen Herrmann sowie Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln. Herrmann und Stickeln betonten übereinstimmend, dass man die Sorgen und Ängste der Beschäftigten sehr ernst nehme und sicherten diesen erneut ihre uneingeschränkte Solidarität und Unterstützung hinsichtlich der Bemühungen um den Erhalt der Arbeitsplätze zu. Der Bericht von WMP bescheinige dem Werk in Rimbeck eine "hohe Wirtschaftlichkeit", hieß es. Stickeln erklärte, dass man sich durch dieses Prüfungsergebnis ausdrücklich in der bisherigen Auffassung vom Produktionsstandort Rimbeck bestätigt fühle. Gleichzeitig sei dies aber keinesfalls ein Grund, sich nun zufrieden zurückzulehnen, "sondern vielmehr zusätzlicher Ansporn und Auftrieb in den Bemühungen um den Fortbestand der Butterei im Milchwerk Rimbeck und der damit verbundenen Sicherung der Arbeitsplätze".


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