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14.08.2010
WEISS
Baustellen müssen sein
VON CARSTEN HEIL

In Deutschland gibt es gefühlte 20 Wochen Ferien im Jahr. Gut, bei genauer Betrachtung sind es nur etwa 13 Wochen, aber ständig sind irgendwelche Landsleute auf dem Weg in den Urlaub. Und stets meckern sie, dass die Baustellen auf den Autobahnen ausgerechnet zur Urlaubszeit eingerichtet werden und für Mega-Staus sorgen.

Kein Wunder, wann sollen die Autobahnen bei so viel Freizeit denn sonst repariert oder ausgebaut werden? Außerdem liegen zum Beispiel zwischen dem Ende der Sommerferien des letzten Bundeslandes und dem Beginn der Herbstferien des ersten nur wenige Tage. Da lohnt sich das Arbeiten auf den Autobahnen dann auch nicht mehr. Schon ruht alles von Mitte Juni bis Ende Oktober, nichts geht voran.

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Staustelle Autobahn: Frust zur Ferienzeit?




Und genau dieselben Autofahrer, die über Baustellen zur Ferienzeit mosern, schimpfen dann, wenn sich Schlagloch an Schlagloch reiht oder die Strecke auf der A 7 durch die Lüneburger Heide immer noch zweispurig ist.

Für Staus in Baustellen sind oft die Autofahrer selbst verantwortlich

Dabei haben die Staus in Baustellenbereichen ihre Ursache oft gar nicht in den Fahrbahnverengungen, sondern teilweise sind die Autofahrer selbst dafür verantwortlich. Weil sie mit der Situation nicht umgehen können. Da fädeln sie viel zu früh ein, nutzen nicht den rechten Fahrstreifen oder ignorieren das Reißverschlussverfahren.

Und wenn der Verkehr in der Baustelle wieder etwas an Fahrt aufnimmt, dösen sie vor sich hin und lassen kilometerlange Lücken entstehen. Kein Wunder, dass dort, wo eine kleine Verkehrsstockung aufgrund einer Baustelle möglich ist, schnell ein Stau von zehn Kilometern entsteht.

Immerhin kann man sich im Stau stehend schon mal darauf freuen, dass auf der Fahrt in den nächsten Urlaub nach Sylt oder an die Ostsee die Trasse in gutem Zustand ist und die Reise zügig vorangeht.

Mehr zum Thema in nw-news.de

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Kommentare
Leute, mal ehrlich: Was hier diskutiert wird, ist ja wohl an Belanglosigkeit kaum noch zu überbieten. Und das seit Wochen. Warum dieses gekünstelte Pro und Contra bei Themen, über die man gar nicht diskutieren muss/kann. Was ist mit Themen über die aktuelle geopolitische Lage, über die Atolmkraftwerke, die Umwelt, unsere Verdummung durch das Fernsehen? Was ist mit einem Pro und Contra für einen Boykott von BP/ARAL-Tankstellen, warum diskutiert man nicht drüber, ob nichtweggeräumte Hundekacke vielleicht doch 500 Euro Strafe kosten sollte? Warum gibt es in den Schulen keinen "Tag der Arbeit", wo Schulklassen einen Tag lang z. B. Laub oder Müll im Park aufsammeln - was das Gemeinswesen stärken und dem Pädagogischen entsprechen würde. Bitte, liebe NW, mehr Themen, über die man spricht und kein flaches Blabla mehr!


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