Mal ehrlich: Wo schaut man zuerst hin, wenn man im Straßencafé sitzt und die vorbeiflanierenden Menschen beobachtet? Sind es die käseweißen Gespenster, die daherkommen wie gerade aus der Gruft entsprungen, oder die sommerlich gebräunten, dynamisch wirkenden Urlaubstypen? Das Pendel schlägt hier ganz klar aus: Braune Haut ist "in", das sagen auch Umfragen zu diesem Thema.
Und das hat seinen Grund. Das geflügelte Wort von der "gesunden Bräune" hat sich in unser Bewusstsein fest eingegraben. Wer fahl ist wie ein Handtuch, wird hingegen von vielen Zeitgenossen für kränklich gehalten.
"Noble Blässe" wirkt Distanzierend
Die "noble Blässe" hat etwas Distanzierendes, Abgrenzendes. Doch sind wir nicht auf Kommunikation, auf Austausch auch im nonverbalen Bereich ausgerichtet?
Nach dem Urlaub: Ist bleich klug und braun dumm?
Das wissen auch viele Promis und verhalten sich entsprechend. Denn ein attraktiv gebräuntes Dekolleté ist nunmal kameratauglicher als die blasse Variante, und es lässt sich zudem mit reizvollen Modekreationen noch besser in Szene setzen. Auch der männliche Bizeps wirkt ansprechender, wenn er nicht kalkweiß aus dem T-Shirt-Ärmel hervorschaut.
Auch Heiner Lauterbach legt sich gerne mal auf die Sonnenbank
Das Vorurteil, nur intellektuell minderbemittelte Menschen legten Wert auf braune Haut, legen wir mal schnell zu den Akten. Auch ein Schauspielstar wie Heiner Lauterbach bekennt sich dazu, ab und zu die Sonnenbank aufzusuchen. Wollten wir ihm deshalb wenig Grips unterstellen? Wohl kaum.
Von Promis wie Dieter Bohlen oder Daniela Katzenberger wollen wir in diesem Zusammenhang erst gar nicht sprechen. Und ansonsten gilt bei Thema braune Haut die Devise "Ein bisschen Spaß muss sein . . .".