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28.08.2010
SCHWARZ
Arbeit ist erfüllend
VON CARSTEN HEIL

Unsere Kinder können nicht alles bezahlen: Wir hinterlassen ihnen einen Rekord-Schuldenstand in allen öffentlichen Kassen, zerlegen die Umwelt nach allen Regeln der Kunst, damit wir möglichst bequem leben können, und jetzt sind wir nicht mal bereit, zwei Jahre länger zu arbeiten, bis wir in Rente gehen. Für unsere Ruhegelder soll nun auch noch jene Generation aufkommen, die wir, die heute Leistungsfähigen, zahlenmäßig klein halten. Das kann nicht gutgehen. Die Rente mit 67 muss her.

Die heutigen Rentner sollten sich am besten gleich abregen. Die betrifft das spätere Renteneintrittsalter nicht, es wächst erst in der Zukunft auf. Außerdem geht es ihnen so gut wie keiner Rentnergeneration vor und keiner nach ihr. Selbst die Behauptungen der Gewerkschaft, dass es für die älteren Beschäftigten gar keine Jobs gibt und die Rente mit 67 reine Kürzung darstellt, ist Unfug.

Durch den Demographischen Wandel wird der Wettbewerb größer

Schon jetzt ringen Betriebe um die klügsten Köpfe und jagen sich gegenseitig die besten Mitarbeiter ab. Durch den demografischen Wandel, verstärkt durch Auswanderung wird dieser Wettbewerb schärfer werden, und Unternehmer werden froh sein, erfahrene Männer und Frauen jenseits der 60 einstellen zu können.

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Rente mit 67: Arbeiten bis zum Umfallen?




Sicherlich gibt es Berufe, in denen man körperlich mit 50 am Ende ist. Aber wer körperlich nicht mehr kann, könnte durchaus noch anderes können. Manche wollen sogar gern etwas länger arbeiten als nur bis 65. Denen wird die Verlängerung der Lebensarbeitszeit derzeit schwergemacht. Arbeit kann sinnvoll verbrachte, erfüllende Lebenszeit sein und nicht nur Belastung. Nur wer Arbeit und Leistung schlechtredet, ist auch gegen die Rente mit 67.


Mehr zum Thema in nw-news.de

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Kommentare
Es ist schon erstaunlich, in welchen Themengebieten der Herr Heil sich hier allwöchentlich zum großen Experten aufschwingt. (...). Ich habe jetzt beschlossen, mir diesen Unsinn zukünftig nicht mehr durchzulesen. Schön wäre es, wenn Herr Heil sich auch nicht mehr in dieser Rubrik zu Wort melden würde, (...)

Rente mit 67 ist ja soweit OK, wer keine schwere körperlich Arbeit leisten muss, für den ist es sicher machbar. Wer jedoch im Akkord schwere körperliche Arbeit verrichten muss wird es wohl nicht so lange schaffen. Und die Arbeitgeber?? "Sie können nicht mehr den ganzen Tag stehen? Tut uns leid, aber andere Arbeit haben wir nicht für sie.
Wer sagt, die Rente mit 67 muss ohne wenn und aber her der verschließt die Augen vor der Realität!

Wer über leere Rentenkasse klagt, sollte erst mal dafür sorgen, daß alle Bürger einschließlich der Beamten und Politiker einheitlich Beiträge zur Rentenversicherung leisten müßten und anschließend - nach den für Arbeiter und Angestellten geltenden Regeln - später eine Rente bekommt. Sonderzahlungsformen wie Pensionen usw. gehören abgeschafft. Reichen die Beiträge dann immer noch nicht, muß das Beitragszahlsystem revolutioniert werden. Ersatzarbeitsplätze wie Roboter, Computer und andere Maschinen, die Arbeitsplätze vernichten, müssen verbeitragt werden. Ebenso müssen die Arbeitsplätze in den Billiglohnländern wie China verbeitragt werden, und zwar in Form von Anti-Dumping-Zöllen, d. h. der Lohnvorteil dieser Länder muß vom Staat zugunsten der Rentenversicherungsanstalt abgeschöpft werden.

Ich bin für einen frühmöglichsten Rentenbeginn mit 67, allerdings unter der Voraussetzung, daß die Firmen gesetzlich verpflichtet sind, ihre Arbeitnehmer auch wirklich bis zum 67. Lebensjahr zu abgesicherten finanziellen Bedingungen (z.B. Akkordsicherung) zu beschäftigen. Auf alle Fälle darf die Lösung 67 nicht zu einem vorzeitigen Ausscheiden mit Abschlägen führen.

Pfeiffen Sie auf den Fingern Herr Heil wenn Sie mit 67 noch bei der NW sind... Ich werds Gott sei Dank nicht mehr erleben.



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