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14.01.2012
SCHWARZ
Ich will so bleiben, wie ich bin
VON ANNE-LENA JASCHINSKI

Jetzt mal ehrlich: Bei der Wahl zwischen Waschbrett- und Waschbärbauch hat Letzterer einfach verloren. Und zwar nicht nur aus ästhetischen Gründen – das natürlich auch, man denke nur an die kleinen Pummelfeen in den Röhrenjeans, denen der Speck seitlich über den Hosenbund quillt. Schlanksein hat aber auch etwas mit einem bewussten Umgang mit dem Körper zu tun. Und damit der nicht aus der Form gerät, braucht es eben ab und an eine Diät.

Ich bestreite gar nicht, dass Schlemmen glücklich macht. Auf dem Sofa lümmelnd abwechselnd Süßes und Salziges futtern oder im Urlaub den vierten Gang zum All-inclusive-Buffet will ich nicht missen. Doch irgendwann muss dem Magen eine Verschnaufpause gegönnt werden. Das sollten auch diejenigen tun, die nicht wirklich mit Übergewicht zu kämpfen haben. Wer es ohne Schnappatmung nicht mal schafft, 20 Treppenstufen zu steigen, sollte ohnehin dringend über sein Essverhalten nachdenken.

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Auf Diät sein muss aber nicht heißen, tagelang nur noch Kohlsuppe zu löffeln oder jede Kalorie zu notieren. Tatsächlich sind viele Diäten abwechslungsreicher als so mancher Junkfood-Speiseplan. Und dass man sich den Schokoriegel nach dem Mittagessen verkneift, wenn man schon beim Frühstück ordentlich zugelangt hat, hat nichts mit Verzicht zu tun, sondern mit einem bewussten Essverhalten.

Wer in sich hineinhorcht, wird merken, dass weniger mehr ist. Sich mit der Tafel Schoki nach einem anstrengenden Tag zu "belohnen" ist Selbstveräppelung. Denn auf lange Sicht macht das Futtern ohne Gewissensbisse dick – und dann krank. Ich will lieber so bleiben, wie ich bin. Mit Hilfe einer Diät.

Mehr zum Thema in nw-news.de

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Kommentare
@Redaktion Hollen:
Bravo! Voll auf den Punkt gebracht, für mich besser als der Bericht selbst.

EINWURF:

Nehmen wir bitte die zum Übergewicht (genetisch) kranken Menschen aus: Jeder trägt in Sachen vernünftige Ernährung Verantwortung für sich selbst. Diese geht allerdings in der heutigen 'modernen Zeit' mehr und mehr verloren, denn mal eben das 'Drive in' anzusteuern ist natürlich weitaus bequemer, als zu Hause Topf oder Pfanne mit gesunder Ernährung zu füllen. Allein schon der Gedanke 'was ich dazu nicht alles einkaufen muss' schreckt viele ab. Tja, und dann muss man es auch noch selbst zubereiten. Sicher und leider auch eine Folge der immer weiter ansteigenden Zahl von Single-Haushalten. Und wenn es nicht das 'Drive in' sein soll, ist die Nummer vom Pizzaservice schnell gewählt.

Hier soll nun keinesfalls der Verzehr von Fett und Kohlehydraten verteufelt werden. Der Körper braucht diese Ernährungsbestandteile. Allerdings sollte in der Menschheit wahrlich langsam ein Umdenken stattfinden, denn die körperliche (berufliche) Belastung ist derart abgesunken, dass die Mengen von früher längst nicht mehr nötig ist.

Wer in dieser Hinsicht nicht umdenkt, wird sich alsbald in den übergewichtigen Standard der USAler einreihen können. Bekanntlich kommt bei uns so ziemlich alles von dort 10 Jahre später an und setzt sich durch.

Feedback:
redaktion-hollen(at)t-online.de


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