Jetzt mal ehrlich: Bei der Wahl zwischen Waschbrett- und Waschbärbauch hat Letzterer einfach verloren. Und zwar nicht nur aus ästhetischen Gründen – das natürlich auch, man denke nur an die kleinen Pummelfeen in den Röhrenjeans, denen der Speck seitlich über den Hosenbund quillt. Schlanksein hat aber auch etwas mit einem bewussten Umgang mit dem Körper zu tun. Und damit der nicht aus der Form gerät, braucht es eben ab und an eine Diät.
Ich bestreite gar nicht, dass Schlemmen glücklich macht. Auf dem Sofa lümmelnd abwechselnd Süßes und Salziges futtern oder im Urlaub den vierten Gang zum All-inclusive-Buffet will ich nicht missen. Doch irgendwann muss dem Magen eine Verschnaufpause gegönnt werden. Das sollten auch diejenigen tun, die nicht wirklich mit Übergewicht zu kämpfen haben. Wer es ohne Schnappatmung nicht mal schafft, 20 Treppenstufen zu steigen, sollte ohnehin dringend über sein Essverhalten nachdenken.
Sind Diäten ein trister Trend?
Auf Diät sein muss aber nicht heißen, tagelang nur noch Kohlsuppe zu löffeln oder jede Kalorie zu notieren. Tatsächlich sind viele Diäten abwechslungsreicher als so mancher Junkfood-Speiseplan. Und dass man sich den Schokoriegel nach dem Mittagessen verkneift, wenn man schon beim Frühstück ordentlich zugelangt hat, hat nichts mit Verzicht zu tun, sondern mit einem bewussten Essverhalten.
Wer in sich hineinhorcht, wird merken, dass weniger mehr ist. Sich mit der Tafel Schoki nach einem anstrengenden Tag zu "belohnen" ist Selbstveräppelung. Denn auf lange Sicht macht das Futtern ohne Gewissensbisse dick – und dann krank. Ich will lieber so bleiben, wie ich bin. Mit Hilfe einer Diät.
Bravo! Voll auf den Punkt gebracht, für mich besser als der Bericht selbst.